Jahrgang 
Erster Band: Erster Band 1787
Seite
170
Einzelbild herunterladen

TOE dig Beni EHEN

170 III. Anweiſung, wie die Einimpfung

die Streuz endlich bekömmt'es Zuckungen in den Seh: nen, und darauf folgt der Tod. Auch iſt der Tod als- dann unvernieidlich, wenn bey der Seuche ſich auch eine Entzündung des Hälſes einfindet, die aber mehr bey fet- tem als magerm Vieh einzutreten pflegt. Auf alle dieſe beſchriebenen Zufälle muß der Einimpfer mit aller Auf- merkſamkeit achten, um dieſelben beym erſten Eintritt zu entde>en 3 einestheils, damit er bey ſehr gelinden, und kurze Zeit daurenden Zufällen, wiſſen möge, ob das Vieh die Seuche gehabt habe oder nicht; und anderntheils, damit wenn ſich übele Zufälle einfinden, er denſelben ſo- gleich mit dienlichen Hülfsmitteln hegegnen könne. Wenn das Vieh etlichemal dünne miſtet, braucht davor ſogleich nichts gegeben zu werden z' geſchiehet ſolches aber öfterer,

und wird der abgehende Miſt immer flüſſiger, ſo giebt

zuan dem Thiere des Morgens und des Abends jedesmal folgenden Trank: man nimmt ein halb Pfund ſchwarz Rocenbrod, läßt es in drey Viertel Quartier warmen 9IBaſſers weichen, alsdann zerdrückt man es, und thut zwey Loth gepülverte Tormentillwurzel hinzu, ſo iſt der Trank fer tig. Nachdem der Durchfall öfterer abgeht, ſo kann ein

ſolcher Trank drey auch viermal gegeben werden, Bey

dem Durchfall iſt zu bemerken, daß, fo lange derſelbe wie Waſſer, mit welchem viel zerkautes Futter verwiſcht iſt, abgehet, derſelbe nicht ſchr gefährlich ſey; wenn aber bey demſelben der Abgang weißſchleimig, und mit

einem