Jahrgang 
Erster Band: Erster Band 1787
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ver Rindviehſeuche zu verrichten 16. 165

zeichen der Krankheit ſchon den dritten, vierten oder fünfs ten Tag eintreten 3 wenn vieler Schleim aus Maul und Naſe fließt, der an den Lippen in Geſtalt eines Schau? mes flehen bleibt, und das Vieh denſelben nicht able>t.; wenn inwendig im Maul und an der Zunge ſich Blaſen aufwerfen, wovon die Lippen, der Gaumen und die Zunge wund werden 3; wenn bey Bewegung der Kinnbacken die Zähne knirſchen; wenn gleich anfangs| zum sftern der Keichhuſten ſich hören läßt; wenn das| Vieh im Leibe plößlich zufammen fällt, und die Hungers gruben ſich tief niederſenkenz wenn daſſelbe mehr liegt als ſteht, und beym Stehen den Kopf. tief zur Erdeq ſinken läßt. Bey ſolchen Umſtänden werden auch die Au- gen in ihre Augenhöhlen tief zurückſallen, ein mattes) fterbendes Anſehen bekommen, und mit vielem Eiter umgeben ſeyn. Der zuerſt wäſſerichte Durchfall, wird bald bey ſeiner Flüſſigkeit zugleich ſchleimig, welches ins? gemein nebſt folgenden Zufällen, Vorboten des Todes ſind: der ſchleimige Durchfall bekömmt einen überaus faulartigen Geruch, und ſo pflegt auch das Vieh aus dem Halſe zu riechen; das Vieh zittert zum öftern über den ganzen Leib, es ſteht ſehr mühſam oder wohl gar nicht mehr von ſelbſt auf; und indem es ſteht, beugen ſich die Feſſelgelenke an den Hinterfüßen vorwärts her; über; es kann weder freſſen noch ſaufen; liegend, legt es den Kopf am Leibe zurüE, und fie>t das Maul in 8.9 die