Jahrgang 
Erster Band: Erster Band 1787
Seite
43
Einzelbild herunterladen

für Niederſachſen. 43

Weächsbau bey der Bienenzucht, ſammt der Vermehrung der Stö>e einzuſtellen 3*) wird in ſchlechten Gegenden, und noch dazu in ſchlechten Jahren beſtändig mit Unter? ſeen leever Körbe fortgefahren, ſo iſt ein ſolcher Stoc im Herbſt reich an Wachſe und arm an Honig.|

Das Jahr 1776 hat mich viele meiner Fehler ein? ſehen laſſen 3 ich werde mich auch nicht ſchämen, ſie in dem Verfolg dieſer Anweiſung zu geſtehen.

Der eingetragene Blumenſtaub iſt alſo nicht zu dem Wachsbau nothwendig, er muß daher zu einem andern Bedürfniß nöthig ſeyn; auf was fär eins ſollte man wohl anders fallen, als die Brut? Man wird mir ein:

wenden, daß der Futterbrey für die jungen Bienen, wie eine Gallerie anzuſehen ſey=- dieſes hebt aber meine Vermuthung noch nicht auf; die Bienen können den; Staud auflöſen, ihn mit Honig und andern Zuſäken vermiſchen, und ſv die Maſſe daraus präpariren, Die? ſes wird mir noch glaublicher duyrc< die HSummeſn, die in der Erde ihre Neſter haben; bey dieſen findet man niemals Honig vorräthig 3 ſie tragen Blumenſtqub ein, und vermiſchen ihn mit ein wenig honigartigem Safte durch

*) Man wird es mir verzeihen, daß ich hier von den meiſten Biez nenſchriften abgehe; ich ſee dieſes blos in honigarmen Ge- genden feſt. In Hungary, Polen und Rußland iſt der Wachs7-

bau eher zum Augenmerk zu nehmen, weil die Bläten dovt er? giebiger an Honig ſind,