42 7. Anweiſung zur Bienenzucht Y
ſtocfes gar nicht fort will, Hingegen wird in honigreichen ahren, in acht Tagen ein Korb voll gebauet, da doch die Bienen ſich unter der Zeit wenig mit Eintragen des Blumenſtaubes beſchäftigen; es muß alſo zu dem Wachs? vau für die Bienen nichts anders als Honig gehören. Um deſſen gewiß zu ſeyn, ſperrete ich in zwey verſchiedene Käſtchen, in jedem eine Königin und einen Theit Ars beitsbhienen, und ſelte jedem eine Honigtafel zu; ſie baueten neue Scheiben, ohne ſich um den fehlenden Blu? wenſtaub zu bekümmern.
Der Bau eines Stockes gehet langſam fort, wenn der Honig im Korbe und auch auf dem Felde fehlt; nur in der Zeit, wenn Honigthau zu haben iſt, oder daß die Linden blühen, bauen die Bienen zum Erſtaunen.
Frühe Schwärme ſind daher in kalten Gegenden von keinem Werthe, ſie haben 3 bis 4 Wochen zum Bau nöthig 3 dahingegen Schwärtge, die in der Mitte des Junius kom: men, oft in achtTagen ihr Haus mitScheiben füllen. Bauen alſo die Bienen in hungrigen Jahren nicht viele Schei? ven, ſv muß hieran der fehlende Honig ſchuid ſeyn(denn an Blumenſtaube fehlet es in keinem Jahre.) Hält dee Mangel des Honigs einen Sto> im Bau auf, ſo iſt wohl nicht anders zu ſchließen, als daß die Bienen, das Wachs von dem ſtarken Genuſſe des Honigs«usſchwis pon. Müſſen die Bienen erſt ſtark Honig zehren, um Wachs auszuſchwilzen, ſo iſt in einem ſchlechten Jahre der
Wachs


