Jahrgang 
Dritter Band: 1794
Seite
304
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56 Ueber die vortheilhafteſte Methode,

ihn zum zweitenmale wieten, wäre er auch be? reits einer Hand breit hervorgewachſen. Nichts iſt dem Flachſe nachtheiliger, als das Unkraut, die Folge iſt allezeit, daß der Fla<s mürbe wird,

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Wenn von einem ſtarken Regen viel Flachs in und nach der Blüte niedergedrücker worden, ſo muß man ihn, weil er in dieſer Lage ſto>et, in heißer Mittagsſonne mit einer Stange. mög» lichſt aufrihteu; und wäre er dennoch nicht auf- re<t zu erhalten, ſo muß man ihn ſo ziehen; denn ſchon in der Blüte giebt er einen brauc<bay ren, ſogar feinen und gedeilihen Flachs, und der Verluſt der Saat wird durch die Güte des Flachſes erſeßet. Man hat in Vorſchlag gebracht, den Flachs zu ſchröpfen; allein dadur< werden die Flac<shaare märbe, und der Saame klein und unbrauchbar.

(WE Allzülange, bis etwa alle Saatballen ganz reif geworden, laſſe man den Flachs nicht ſtehen, ſondern ziehe ihn bereits, wenn'er eben anfängt gelb zu werden, auf, lege ihn handvoll in ſtarke Bindeln, wozu man die Bände vom langen Stroh nimmt,