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Die landwirthschaftliche Buchführung : basirt auf alles umfassende Register oder Tagebücher aus einem noch ungedruckten größeren Werke über das Privat- und Staats-Rechnungs-Wesen, letzteres mit besonderer Hinsicht auf das im österreichischen Kaiserstaate eingeführte Staats-Casse- und Rechnungs-Verfahren ; im Lichte unserer Zeit / dargest. von Franz Skarpil
Entstehung
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81 Vermoderung der untergepflügten Gräſer und Wurzeln demſelben wirkliche Nahrungstheile zuführt, mit 10 Grad Kraftvermehrung, wenigſtens gleich zu ſetzen.

Bei der ſogenannten Ruhe, Eingraſen des Ackers, gewinnt derſelbe gleichfalls 10 Grad an Kraft⸗ vermehrung.*)

Nach dieſen Daten, wenn ſie auch nicht genau Stich halten, läßt ſich übrigens, bis daß durch gut ge⸗ führte, haarklein getreue, über alle landwirthſchaftlichen Zweige ſich verbreitende Rechnungen und durch mit der ſorgſamſten Genauigkeit und Gewiſſenhaftigkeit angeſtellte Verſuche alle wechſelſeitigen Verhältniſſe in ein größeres Licht geſtellt werden können, recht gut die dem Acker durch Düngung und ſonſt verſchaffte Kraftvermehrung, ſo wie gegentheilig der, durch Ernten erlittene Kraftverluſt berechnen, und ſohin auch die, im Felde von dem ihm debitirten ganzen Dünger, zurückbleibende Bodenkraft auf Productionen in folgenden Jahren uͤbertragen.

Dieß Conto ſchließt ſich dan mit dem Ertrags⸗Conto, und was die allenfalls vermehrte Bodenkraft betrifft, mit dem Schlußbilanz⸗Conto ab.

Ubrigens wird der Gewinn oder Profit beim Ackerbau ſtets zwiſchen den Feldſchlägen und den Vor⸗ rathskammern getheilt bleiben, weil nicht alles Geerntete ſelbſt verzehrt, ſondern ein Theil, um die nothwen⸗ digen Ausgaben, Steuern und Gaben ꝛc. beſtreiten zu können, nothwendig verkauft werden muß. Es verſchlägt dieſes aber um ſo weniger etwas, als der Fruchtboden und die übrigen Vorrathskammern dann ſtets die Handelsverhältniſſe des Landwirthes darthun werden.

Das Wieſen-Culturs-Conto

kann nach dem, was hier oben über. die Feldſchläge im Detail geſagt worden iſt, hier füglich übergan⸗ gen werden.

Scheunen ⸗Conten

werden ſo viele errichtet als man braucht, die Fechſung gehörig zu ſepariren und den Ertrag nach den ver⸗ ſchiedenen Früchten abgeſondert zu verrechnen und erſichtlich zu machen. Man kann auch beiderſeits ſo viele Natural⸗ und Geldkolonnen ziehen, als zu dieſem Ende auf einen aufgeſchlagenen Bogen gehen, wodurch ſich dann die Zahl dieſer Conten ſehr reduciren wird.

*) Höchſt intereſſant ſind die vom Herrn Gubernial⸗Rathe Dr. Burger in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft, Wien, bei Gerold 1838, dießfalls mitgetheilten Erfahrungen, wornach bei den grasartigen Getreide⸗Pflanzen, dann bei den Ohl⸗Gewächſen und den Geſpinnſtpflanzen, im reifen Zuſtande geſchnitten oder gerauft, ihr ganzes Product an Körnern und Stroh der Verminderung des Humus im Boden gleichgeſetzt werden muß, wogegen die Wurzelgewächſe den Bodeu, nach Verhältniß

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