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Weich;
Giebt einen oraniengelben matten Strich;
Iſt ſpröõde und
Schwer.
Auf der Klitſchinskiſchen Grube zu Nertſchinskoy iſt es zu Ilauſe.
Hier fehlte noch der Gattungsnahme; ich wählte Blei-Niere nach Analogie von Eiſen-Niere.
(93) KLAPROTRH'S Entdekkung der Molybdänſäure im Gelb-Bleierz, hat die ſehr intereffante Arbeit des Engliſchen Chemiften HArroHETT zur Folge gehaht, wovon derſelbe der Königl. Societät der Wiſſenſchaft zu London, unterm 14ten April 1796 Rechenſchaft gab, durch die in den Philofophical Transactions(und auch befonders) abgedruckte, von Sir Jo- ſephs Banks der Societät mitgetheilte Abhandlung:
An Analyſis of the Carinthian Molybdate of Lead etc.
Die zweite Zergliederung des Hrn. KAPRoTn, iſt hiemit im Wechſel geweſen, und nach Vollendung derſelben gab er auch die gefundene Proportion der Beſtandtheile an: zu
64,42 Bleikalk 34,2 5 Molybdänkalk (M. f. deſſen Beiträge etc. II Th. S. 275) Bei der erften Bear- beitung dieſes Fofſils,(Beob. und Entdekk. der Gef. Naturf. FPr. zu Berlin. 4. B. S. 95— 105) war das zergliederte Quan- tum zu unbeträchtlich, daher damahls nur die Qualität der Stoffe ausgemittelt ward.
(94) Das Horublei Hat eine Mittelfarbe zwiſchen Spargelgriu' und Weingelb;
Seine äuſſere Geſtalt kann ich(aus Mangel an hinlänglich deutlichen Varietäten, noch nicht genau beſtimmen. Es ſcheint aber in vollkommenen Würfeln kryſtalliſirt zu feyn;
Deren äuſſere Oberfläche auf 2 einander gegenüberſtehende Flächen gemuſtert, und 1
Waug glänzend, iſt;
Inwendig iſt das Foſſil ſtark glänzend, von deutlichem Dia- mantglanze; 1
Der Bruch iſt nach zweien ſich rechtwinklich durchſchneiden- den Richtungen blättrig; der Queerbruch muſchlicht;
Es iſt halbdurchſichtig;
Gibt einen ſchneeyeiſſen völlig matten Strich
Iſt weich,—
Milde und
Schuper.
Diss Fofhl wicd in Derbiſuire gafancien. Die dgppelh
6 feitig pPyramidalen Kryſtalle von Praibram in Böhmen wer- den auch für ein natürliches Hornblei ausgegeben. Sie find es aber nicht, nach Herr RosE's Prüfung. Die Beſtandtheile jenes ächten Hornblei's aus Derbifhire hat mir Herr KaE- ROnH gütigſt handſchriftlich mitgetheilt.. G (9H5) Vom Bleivitriol, deſſen äuſſere Beſchreibung Herr EMMERLING im 3. Theil der Mineralogie S. 366. 367., nach der von mir erhaltenen Karakteriſtik, bekannt gemacht hat, will ich nur noch bemerken, daſs er äuſfferlich wie in- wendig Diamantglanz hat.. (96) Nicht aus Überzeugung der Selbſtſtändigkeit, ſondern aus Mangel anderweitiger Unterfuchungen, fleht hier noch die Gelbe Bleierde als eine eigene Gattung. Ich vermuthe aber daſs ſich alle Bleierden künftig unter andern Bleierzen bloſs als Arten werden bringen, oder daſs ſie ſich untereinander zu einer Gattumg werden Vereinigen laſſen. (97) Die hier neu aufgeführte 1 Grüne Bleierde hat eine ganz dunkel ſpangrüne Farbe, welche fſich ins ſchwärzlich grüne zieht; 4 ſie findet fich derb und als Uberzug in und auf Bleiglanz; iſt inwendig matt; 34 im Bruche erdig; übrigens zerreiblich, ein wenig abfärbend und ſchwer.
78 Anmerkungen.
Sie kommt zu Tſchopau in Sachfen in einem Gemenge von Schaaligem Baryt und Bleiglanz vor. 8
(98) Die Schaalenblende, welche ich als 4te Art der Blende- gattung aufgenommen habe, iſt das von HEoHx in Strasburg entdeckte(ſogenannte) Neue Zinkerz, von Geroldſeck im Breis- gau. Es zeichnet fich durch
einen höchſt zartfaſrigen Bruch und krumſchaalig abgeſonderte Seilkke vor den bisher bekannt geweſenen 3 Blendearten aus.
(99) Da die Spieſsglanzokker ein beſtändiger Begleiter des derben und oft auch des kryſtalliſirten Grau-Spieſsglanz aus Ungarn iſt; ſo habe ich ſolche, wie ſchon im Muſeo Leskeano 1. B. S. 534. geſchehn, aufgenommen, ungeachtet ſie chemiſch noch nicht zergliedert iſt.— 1
(100) Die Eintheilung des Rorh- Braunſteinerzes in 2 Arten iſt ſehr nothwendig. Die erſte Art wird oft in den Mineralien- ſammlungen fälſchlich unter den Varietäten des Braunſpaths angetroffen. Gleichwohl zeichnet ſie ſich durch ihr groſſeres Eigenthümliches Gewicht und in chemiſcher Rückficht dadurch aus, daſs fie nicht einen Gran Kalkerde, ſondern lauter Braun- fleinkalk mit einer Spur von Kiefelerde enthält.
Sie iſt gewöhnlich roſenroth, zieht ſich aber auch ins fleiſch. rothe Kermefin- und Pfirſichblüthenrothe etc. 3
Inwendig iſt ſie ſtarkglänzend,
Hat blättrigen Bruch,
Feinkörnig abgeſonderte Stücke,
Iſt halbhart in geringem Grade, eic. V
Ich nenne dieſe Art Koörniges Roth- B raunfleinerz.
Die zweite Art hat eine fich gleichbleibendere roſenrothe Farbe; 5
iſt inwendig matt,.
im Bruche dicht, nemlich— theils eben theils feinſpliterig,
ſpringt ſcharkantig,
iſt ohne alle abgeſonderte Sfücke; hart, welches ſich dem halbharten nur nähert etc. alſo ſehr leicht von dem erſtern gedachtem Foffil zu unterſcheiden.
Nach Maafsgabe des Bruchs nenne ich fie Dichtes Rotk-
Braunſleinerz.
ſtandtheil mit angegebene Kieſelerde nicht ein blofs mechani. ſcher Gemengtheil war. In diefem Falle gehören beide Arten vermuthlich zu einer und derfelben Gattung. Wäre dagegen die Kiefelerde wirklich hierinn mit dem Uraunftein chemiſch gemiſchu; fo müſſste man beiſe Foffilien als zwei verſchiedene Gattungen betrachten; alſo auch die Nomenklatur ändern. Diefs wird die Folge der Zeit lchrern. Der von Hrn. Prof. I.AMlTP ADrs unterfuchte rothe Braun- ſtein aus Sibirien lieferte 61,00 Braunſteinkalk, 39,00 Kiefelerde, h v J4a„ 19n.— 5,00 Eiſenkalk, 3 e— 2,00 Thonerde. 33 (M. f. deſſen Samml, prakt. chem. Abhandl. S. 31 2.) und kommt
daher zwar nicht in der Frequenz, aber doch in ger Qualität
8α 1
der Beſtandtheile ganz mit den von Hrn. v. Rur nECHT an. gegebenen überein. Ob er übrigens eine dritte Art ausmache, oder zu welcher er gehöre? kann ich nicht beſlimmen, weil die vom Hrn. Inſpector HorEMANN davon verſprochene auſsere Beſchreibung(Lampad. ibid. S. 209.) meines Wiſſens
nirgends erfolgt iſt.
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