Stükke aus England erhalten, welche nahe bei Briſtol ge- brochien waren.
(20) Die groſse Frequenz der Thonerde in dem Porzellan- faspis, welche Hr. LaMpApRTus(m. f. deſſen Samml. prakt. chem. Abhandl. II. B. S. 223.) bemerkt zu haben glaubte, hat
fich neuerlich nicht beſtätigt. Er giebt 58 Theile Thonerde 33 C— Kieſelerde 4— TLalkerde 3— Eiſenkalk darinn an.
Hr. RosE welcher auf meine Veranlaſſung einen von mir er- haltenen dunkel perlgrauen Porzellanjaspis von StuckE in Böh- men unterſuchte, erhielt unter Anwendung zweier verſchiede- nen Methoden nur
27,25 Theile Thonerde;
dagegen, 60,75— Kieſelerde 3,00— TPalkerde 2,50— Eiſenoxyd,
Anmerkungen.
und fand das von dem trefflichen KrAPRoOTH im Leucit in
ſo groſser Menge entdeckte Kali, auch in dieſem Porzellanjaspis mit 3,66; wie auch in der Tabelle angegeben worden. Dieſes fehr bewährte Reſultat hat mich in meiner ſchon ſeit einiger Zeit gehegten Idee, daſs der Jaspis zu den Kieſelarten gerech- net werden müſſe, nur um ſo mehr beſtärkt, daher man fie nun in Anwendung gebracht findet.
(2¹) Da ich für die Hauptmaſſe des Porphyrſchiefers keinen beſſferen Gattungsnahmen weiſs, als das ſchon eingeführte Wort Kling ſtein; ſo habe ich es beibehalten, wiewohl fich viel dagegen ſagen läſst,
(22) Der Perlſtein und
(23) Marekanit find nicht als Synonimen zu betrachten, wie man durch BEuMENBACH(a. a. O. S. 545.) leicht zu glauben veranlaſst werden könnte.
Der Marekanit kommt unweit Ochotsk am Ausfluſs des Baches Marechanka in das Ochotskiſche Meer, in runden Stiik- ken vor, welche urſprünglich zu ſeyn ſcheinen. Sie find glatt, uſserlich glänzend, inwendig ſlarkglänzend von Glasglanz; im Bruche groſs und vollkommen muſchlich, ohine alle abgeſonderte Stiikke, wechſeln vom Halbdurchſichtigen(im hohen Grade) bis ins Durchſcheinende, ſind hart, ſchwer zerſpringbar, auſseror- dentlich ſprõde und nicht ſonderlich ſchwer.— Ich erhielt das Foffil vor zwei Jahren von Hr. Hacgunz, bei ſeiner Durch- reiſe allhier, der es felbſt von Hrn. ParEaAs empfangen.
Der Perlſtein,(Fichtel's vulk. Zeolith) den Hr. EsMARK im neuen Bergmänniſchen Journale II. S. 62— 64. ausführlich genug beſchrieben hat, macht ganze Lager aus, und iſt durch ſeine körnigen abgeſonderten Stükke, welche wieder aus dimn- und hrummſchaaligen beſtehen, ſehr leicht zu erkennen. Der Mare-
kanit liegt an dem oben erwähnten Orte in dieſem Perlſtein.
(M. f. ParrAs Neue Nord. Beitr. V. B. S. 290. folg. auch „S. 310.) Hr. SEvERGTN nennt Letzteren Zeolithſand; den Marekanit aber theis Glas- theils Schlakken- theils Jaspis-Zeolith (m. f. vCnEIET's Annalen Jahrg. 1794. I. B. S. 294. 399.)
Von dem Ober-Ungriſchen Perlſteine wiſſen wir, daſs er zum Theil Feldſpath Kryſtalle enthält, und zwiſchen Tokay und Kereſtur mit Thon⸗Porphyr geſchichtet iſt. Ich bekam da- von aus Hmn. WrRNER'S Hand, als ich vor drei J ahren das Vergnügen hatte ihn in Dresden zu ſehen.
(23*) Hr. AnireOARD theilte mir unterm 10. Dezem-
ber vorigen Jahres, die hier angegebenen Reſultate feiner
Analyfe des Obſidians mit. Sie weichen von den Bergmann. ſchen(Opufc. phyf. chem. III. p. 184.) hauptfächlich in der Quantität der Thonerde ab, wovon Hr. AnrreOARD nur 2, BERGMANN aber z2 pro Cent fand. Jener hatte 10 pro Cent Verluſt, dieſer gar keinen, wenn man bloſs auf die Zahlen fieht. Indeſſen wird zuweilen der Verluſt durch Berechnung ergänzt, und weil mein Freund AnrEGoAnp dies nicht thut; ſo habe ich ſeine Angabe vorgezogen. noch bei diefer Gelegenheit: die vermiſsten 10 pro Cent könn-
Er fchreibt mir
4
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ten wohl nicht blofs Waffer ſeyn, denn der Obſidian verlöre durchs Glühen nur a pr. C.; er werde die Zergliederung wie- derhohlen und auch auf den Perlſtein ausdehnen. Deſto beſſer!
(24) Alle Zergliederungen beſtätigen, daſs der gemeine Feldſpath 2— 4 mal ſo viel Kieſel- als Thonerde enthalt; des- halb fteht die Feldſpath Gattung jetzt unter den Kieſelarten. LE LIEvRE giebt von dem grünen Sibiriſchen Feldſpath an:
62,83 Kiefelerde
17,02 Thonerde
3,00 Kalkerde
1,00 Eifenkalk
alſo— 16,15 Verluſt
(Journ. d. mines XLIX. pag. 27.). Er vermuthet, daſs eine dem Verluſt gleiche Menge Kali darinn enthalten ſeyn werde. Neuere hier in Berlin angeſtellte Verſuche beweiſen allerdings die Gegenwart des Kali, jedoch nicht in der grofsen Menge.
Ob der dichte Feldſpath künftig hier ftehen Pleiben dürfep müſſen Verſuche entſcheiden.
Bei dem Opaliſirenden Feldſpath(Adular) findet man weder die von MoRETI(Helvet. Mag. 2. B. S. 95.) noch die von WESTRUMB V. CRELES Cliem. Annal. 1790 2. B. S. 221. 225.) angegéebenen Beftandtheile. Der Gips des einen und der Schwerſpath des anderen, ſo wie die angege- bene Talkerde, laſſen mich einen Irrthum vermuthen. Ich habe deshalb das Refultat der Zergliederung von einem mei- ner Bekannten mitgetheilt, welche zwar ſchon vor mehreren Jahren angeſtellet worden, und 12,32 Verluſt ergibt, aber grade dadurch die Wahrſcheinlichkeit noch mehr auf ihre Seite bekommt; denn ein Theil diefes Verluſtes iſt vermuth- lich beigemiſchtem Kali zuzuſchreiben.
Der Glaſige Feldſpath iſt häufig in der Lava von der Solfa- tara; er kommt aber auch in dem Porphyr vom Sonnen- wirbel, 1 Stunde von Joachimsthal in Bohmen und in dem vom Drachenfels am Rhein, vor.
(25) Den Sommit hat zuerſt DELAMETHERIE(Théorie de la terre II. No. 63.) aufgeführt, und VAUCQUELIN'S in der Tabelle aufgenommene Reſultate der chemiſchen Zergliede- rung rechtfertigen es. Er enthält offenbar gleiche T ieile Kieſel- und Thonerde, findet ſich in den alten Laven z. B. von der Somma,(daher dieſe Nomenklatur, welche übrigens beſſer ſeyn könnte,) ſchneeweiſs, und in oierſeitigen Tafeln kryſtalliſirt. Leztere find gewöhnlich in kleinen Druſen zufammengehauft, und da, wo man ſie ganz friſch ſieht, ſtarkglänzend, im Bruche dicht etc. Unter FEREERS weiſſfem vulkaniſchen Schörl findet man fie mitbegriffen. 4
(26) In dem LEiPrpoLTTRH hat VAucQuELIN 14 pro Cent mehr Kali gefunden als Kk AFROTNH(M. f. Journal d. mines L. II. p. 235.) und überdieſs 4 pro Cent Fluſsſpathſäure. Ober jene Differenz ein Urtheil zu fällen, habe ich noch keine Data. Auf Fluſfsſpathfäure prüſte aber Herr KrAPROTHN den Lepidolith ganz neuerlich in meiner Gegenwart. Es zeigte ſich wirklich eine Spur davon aber auch nichts mehr, und ich halte noch dafür, daſs diefe nicht vom Lepidolith ſelbſt herrührt, fondern von kleinern Parthien beigemengten blauen Fluſs, den wir zwar zuvor ſo viel als möglich abfonderten, der aber dem Lepidolith zuweilen zu innig beigemengt iſt, als daſs nicht eine Kleinigkeit davon unvermerkt mit in die Re. torte kommen ſfollte.
(27) Der Tafelſpath, den Hr. Sæurz ſchon an dem in der Tabelle angeführten Orte nennet, und 8. 144 näher beſchreibt, iſt dadurch fehr ausgezeichnet, daſs er aus groſskörnig ſehr in einander verwachſenen abgeſonderten Stikken beſteht, welche ein mir fonit nie vorgekommenes Beiſpiel von Regelmäſsigkeit geben. Sie find nemlich wirklich hexaédriſch und die Abſon- derungsflächen fimd abwechſemd ſehr deutlich geſtreift. Herr Sröürz gibt Dognatska im Bannat als den Geburtsort an; die hiefige Königl. Mineralienfammlung befitzt davon aus 6eS a.
(28) Den Tripel und 8 2


