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Panathenäen, und zu Rom die Quinquatrus, das fünftägige Minervenfest, gefeiert wurden, wenn die Sonne in das Zeichen des Widders trat, wie sich aus den Kalendarien und aus Ovids Fastis ergiebt. Gerade dann fiel nämlich der natalis Minervae, das Geburtsfest der Göttin; OCoid. Fast. III, 812. 849: 1
Causa, quod est illa nata Mineroa die.— Summa dies e quinque tubas lustrare canoras Admonet, et forti sacrificare Deae. Nuno potes ad Solem sublato dicere vultu: Hio here Phrgæeae vellera pressit ovwis.
Es fragt sich nun, ob die Beziehung des Widders auf die Minerva schon bei den Aegyptern statt fand? Theils ergiebt sich dies schon aus der angeführten Stelle des Proklus, noch entscheidender aber ist folgende Angabe des Horapollo(I, 11.): Nach ägyptischer Lehre habe Minerva die obere Hemisphäre des Himmels inne (12½ν Nors? rae Aryurrlous AS„d 14 eu 7⁸ od' αννο 12ειασραηειον A π εννπε α). Unter der oberen Hemisphäre werden beständig die sechs Zeichen von dem Widder bis zur Wage ver- standen; diese also gehören der Minerva, und ihre Herrschaft beginnt, wenn die Sonne in den Wiqdder tritt, das erste Zeichen der Sonnenbahn(5 Amvrriae Ans drd KAuν àed Sa‿νderar dhe Agxdh,— an e re eb- Kęε⁴ν εaνe laur Paxrtv, ³ν 3 13 Iyεμμοουκ⁴⁶, a. Tr.. TeoOH. Smyrn. zu Arati Phaen. os. 544.), so wie des Weltanfanges, welchen beiden Ammon, ihr Vater, vorsteht. Wir erfahren hier demnach zugleich den Grund, weshalb die Früh- lingsnachtgleiche der Minerva angehörte, und weshalb gerade diese Göttin die Mutter der Sonne hieſs; der ohne Zweifel, eben als der Sonnenmutter, das groſse nächtliche Lampenfest in ganz Aegypten gefeiert wurde(Herodot II, 62.). Aber noch mehr: Strabo sagt I. XVII. p. 802. Tars—* 6 riuμ‿ςασν—ẽQy Aα und P 812. 1άά-n-˖— Talrat res aroy. Eben dies meldet Clemens Protrept. p. 25. Gylb. Zafra N zal OaaAeνᷣ εςουνστ reiarer. Das heiſst: In dem Tempel der Minerva zu Sais, wie in dem des Jupiter zu Theben und in dem libyschen Ammontempel, wurde ein Thier vom Schaafgeschlecht, re⁴saron, als geheiligter Repräsentant der Gottheit verehrt; wie dies in allen ägyptischen Tempeln geschah und bekannt ist. Athanasius contra gentes. 24. Algoes ⁸ 2το, 4 22ε‿ο‧νσmι Auuœya, 9.*εα24 ⁷πe ‿Q᷑Qᴵ⁹ñd:. Die heiligen Thiere waren gleichsam lebendige Idole der Götter, statt der leblosen Bildsäulen der Griechen und Römer(d⸗ od Ne 2,39aeον εμ⁶e 10 Sri e. Porph. de abst. II.. p. 322.). Nicht weniger als sechs ägyptische Nomen, auſser Sais, verehrten, wie die Münzen beweisen, den Widder als heiliges Thier: Theben, Pharbätus, Mareotis, Hypsele, Neout und Xois, wozu vielleicht noch zwei andere kommen. Auf den Münzen der drei ersten erscheint Jupiter Ammon mit dem Wiqdder auf der ausgestreckten Hand; auf denen von Hypsele, Neout und Xois ist es eine Göttin, die den Widder auf der Hand hält(Tachon méedailles des nomes p. 98. 161. 187.). Wie wollen wir nun diese nennen? Sie kann nur jene Neith seyn, die Tochter des Ammon, Mutter der Sonne, Beherrscherin der Frühlingsnachtgleiche und der oberen Hemisphäre des Himmels:
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