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Apis. (Biene.) Latr.
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Honigbiene. 27

werden aus einer Menge von Röhrchen gebildet, von denen jedes einzelne gegen 12 und melhr gelbe, längliche Eier von verschiedener Gröſse enthält. Die miteinander cohärirenden Röhrchen eines jeden Fierstockes bilden einen fast konischen Körper(a. a.); öſters sicht man auch beide mit ihren Spitzen cohäriren. Die beiden Fierleiter(ebd. b. b.) sind ziemlich lang und münden in eine ziemlich kurze Scheide(ebd. e.), die den Ausführungsgang eines rnndlichen, mit zwei schmalen, blinddarmähnlichen, spitzwinklich convergirenden, gebogenen Anhängen versehenen Bläschens(c.) aufnimmt. Der Gift- Apparat(Fig. 39.)(welcher sich bei b und O vollkommen ausgebildet findet), besteht aus zwei dün- nen, verdickt endenden, mehrfach gewundenen, blinddarmähnlichen Absondrungsorganen(a. a.), welche Spitzwinblich in einen engen Cang(c. c.) convergiren, welcher in ein birnförmiges Bläschen(d.), das die Flüssigkeit aufnimmt, mündet. Aus dem Bläschen(welches beim wasserhell, beim 2 etwas milchig getrübt erscheint) entsteht ein dünner, beim etwas längerer Gang(e), welcher sich in den Stachel-Apparat einsenkt(Fig. 40.). Dieser ist an mehreren, mit den letzten Hinterleibsringen zusam- menhängenden, Schuppen beſestigt, und besteht aus einer hornigen, braunen, am Grunde stark ver- dickten, am Ende aber eng zugehenden, oben offenen, Scheide(Fig. 41. von der Seite), in welcher zwei hornige, steife Borsten enthalten sind(Fig. 42.), deren Ende an der einen Seite 9 12 sehr spitze, rückwärts gekrümmte Sägezähne zeigt(). Bei den 5 ist dieser Stachel gerade, bei den g da- gegen gekrümmt. Treviranus fand auch die Anzahl der Sägezähne an den Borsten des Stachels bei h 6, bei dem 2 dagegen nur 4 und noch dazu sind sie viel Eleiner.[Dies bezieht sich auf die Paa- rung, die nur bei einem Stachel möglich ist, der eine nach dem Rücken gekehrte Krümmung und nicht stark gezähnte Spitze hat. Previran. F. 227.](*). Mit diesem Gift-Apparat hängt bei den noch das Rudiment der Ovarien zusammen( Das Nervensystem Fig. 31. 32. 33.) zeigt ein Hirn(Fig. 32. 33.), woraus die Zweige entspringen Fig. 32. d. d. und Fig. 31.) für die zusammenge- seluten Augen(die, wie Fig. 31. zeigt, eine groſse Menge Aesichen erhalten) und für die einfachen Augen ig. 32. e. e. e. und Fig. 31.), ebenso aus einer knotenähnlichen Abschnürung(Fig. 32. n. n.) die Fühleräste (. f.) und der Verbindungsast(r. r.) zum unpaaren Fingeweidenervensystem(a.), und woraus nach unten ein stärker Ast(Fig. 33. zwischen a. u. c.) zum ersten Knoten(Fig. 33. c.) der Bauchkette und nach hinten Verbindungsiste zum pauren Eingeweidenervensystem(Vig. 32. c. c. c. c.) ahgehen. Die Bauchkette Fig. 31.) bildet einen Knoten im Kopfe(ig. 33. c.) der mehrere Aeste(e.) an die untern Mundtheile sen- det, dann einen kleinern Knoten im Halse 31.) einen dritten(dem grölsten von allen, welcher Aeste an die Fülse, die Flügelmuskeln und noch überdies zwei in den Hinterleib schickt) in der Brust, und endlich vier im Bauche, von denen der letzte(der anselmlichste) das ganze hinterste Ende des Körpers nebst den dort Begenden Eirgeweiden versicht. Die Eingeweidenervensysteme(wovon in Fig. 32. r. a. das Unpaare und c. c. c. c. das Paare) verhalten sich, die Gestaltunterschiede abgerechnet, im Wesentli-

() Vortrefflich abgebildet bei Swammerdamm Tah. 18.

E*) Swammerdamm entdeckte dies schon. Réaumur(T. I. P. 28.) fand nachher dieselhe Verschiedenheit bei den Hummeln und beobachtete zuerst, daſs die Krümmung des Stachels pei Q aufwärts gerichtet sei.

(**) Die wiederholt und zu den verschiedenen Zeiten angestellten Untersuchungen über diesen Theil bestätigen nicht nur die Meinung derfenigen, welche die für verkiimmerte Q halten, sondern sie machen auch ein temporãres Turges- ciren in diesem Theil wahrscheinlich, wodurch es denn auch anatomisch und physiologisch erklärlich wird, warum Schi- rach's Schule Recht hat, wenn sie behauptet, aus 5 könnten unter Umständen. Q werden, und Huber's darauf sich bezichende Beobachtungen verlieren nichts durch Freviranus's Finwendungen. Unsre Fig. 43. a. und Fig. 44. wurden im Frühling 1832 gezeichnet, zu einer Zeit, wo nichts als dieser bläschenartige Theil gefunden werden konnte. Im Som- mer desselben Jahres(als jene Kupfertafel schon erschienen war) zeiste sich aber auch das Rudiment des Bierstockes selpst als ein häutiger Schlauch E), welcher sich in 2 Lappen theilte, deren Verdickung und franzenartige, mit Aufschwellungen (ovula?) besetzte Endigungen wohl an das Ovarium der L erinnerten(s. Ratzeburg's Abhandlung und Figur in Nov. Act. Acad. Teop. Cur. Vol. XVII. P. 1) 5