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Apis. (Biene.) Latr.
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26 Apis MnrImrcA.

welche im Kopf anfangend und durch Rumpf und Bauchstiel verlaufend, etwa des ganzen Nahrungs- Lanals ausmacht. Im vordern Pritiheil des Hinterleibes erweitert sich die Speiseröhre in den blasen- förmigen, etwa 77 des ganzen Canals ausmachenden, Vormagen(b.). Hinter diesem(bei c) verdünnt er sich bedeutend, und bildet einen in den Vormagen hineinragenden, vierklappigen Vorsprung, erwei- tert Sich aber bald darauf wieder, etwa auf 4 der Länge des Nahrungscanals(d. d.). Diese Erweiterung (aweiter Magen, eigentlicher Magen) ist mit vielen, parallelen ringförmigen EFinschnürungen versehen und meist mit gelber Masse angefüllt, welche sich unter dem Mikroskop deutlich aus theils kugelrun- den, theils noch elliptischen Pollen-Kügelchen bestebend neigt. Hinter demselben verengert sich der Nahr. wieder anschnlich und bildet, mit einer kolbenförmig verdickten Stelle anfangend, etwa auf 4 der Länge desselben den Dünndarm mit 2 Windungen(e. e.), in welchem man zwar auch noch Pollen- Kügelchen, aber goch mit sehr vieler, körniger Masse vermischt sieht. Darauf erweitert er sich wie- der(f.) Gu einer Art Pickdurm), am vordern Ende 6 hellere Streifen(z. w.) 7eigend, und endet in gem trichterförmig sich verdünnenden Mastdarm(g.). Hier findet man noch weniger Pollen-Kügelchen, desto mehr aber von der körnigen Masse(ſeces) und hier und da ein Klümpchen von honiggelber Farbe(). Die Gallengefälse(p.) mit den feinen Tracheenzweigen ein unendlich feines Gewirre bildend, münden gicht hinter dem eigentlichen Magen, sehen meist Kaum gelblich aus(beim 2 dagegen gan? honiggelb, auch bei h zuweilen stellenweis gelber) und legen sich an den Winkel der Dünndarmwindung. Geschlechtstheile. Die Hoden Fig. 35. a. a.) sind länglich, ziemlich platt und weiſs, und be- Stehen aus einem flockenähnlichen Gewebe. Die Samenabführungsgänge(p. b. c. c.) Anfangs dünn, viel- ſach gewunden, nach hinten(pei c. c.) schr erweitert, münden verdünnt in das hintere Ende eines läng- lichen, sie an Weite übertreffenden, plinddarmähnlichen Schlauches(Samenblase)(d. d.). Aus den bei- den vereinten hintern Enden der Samenblasen(d. d.) entsteht ein einfacher dümer Gang(e.), der in

einen aus zwei mittlern gröſsern, ſast sichelförmigen(Fig. 36. 35.) und zwei seitlichen kürzern,

dreieckigen(ebd. g) braunen Hornschmuppen und einer weichen, theilweis muskulösen Basis bestehenm,

den, in der Unterleibshöle liegenden Körper(Ruthe Fig. 38.) mündet. Die Ruthe ist von einem häu- ügen Canal umgeben, der sich weit über sie als langer Gang(Fig. 35. 36 ½ h. 1.) bis zum hintern Körperende fortset?t, wo er braun erscheint und unter dem After(Fig. 35. s.) mündet(wie die Rich- tung der durch ihn in Fig, 35. geführten Borste p. q. zeigt). An seiner untern Seite ist er in der Mitte von 5 7 gewundenen, braunen hornigen Halbringen(Fig. 36. j. i.) umschlossen. Vor den peiden mittlern Schuppen der Ruthe ſindet sich auf dem Ruthencanal ein längliches, ziemlich plattes, schwach gekerbtes Körperchen(Fig. 35. 36. k.)(Ruthenscheidenanhang), das im Innern einen bräun- lichen, hornig häutigen, gewimperten, fast fächerförmigen Theil(Fig. 37. q.) einschlieſst, von dem ein dümes, horniges Stielchen(ebd. r.) abgeht, das sich an ein längliches, an beiden Enden zuge- spitutes, auf der Mitte des vordern Randes der Seitenkörper der Ruthenscheide(m, m.) befestigtes plätichen(ebd. s.) befestitt. Die Seitenkörper der Ruthenscheide sind zwei in der Mittellinie des Körpers über der Buthenscheide mit einander(Fig. 37. m. m. n. n.) verbundene häutige, plattliche Säcke Gig. 35. 36. 37. m. n.), die ein vorderes, längeres, pyramidales Ende(m.) und ein hinteres, kürzeres, am Grunde noch mit einem Anhange versehenes Ende(n.) haben, mit welchem letztern sie(Fig. 36. n. n. und Fig. 35. n., wo die Richtung ihrer Höhle die Borste o. o. angiebt) neben dem Canal der zuthenscheide(Fig. 36. h.) mit einer wimperhaarigen Mündung(ebd. o. o.) enden. Im Innern zeigen sie einen braunen, netzförmigen, ihrer Form entsprechenden Schlauch. Die Eierstöcke Fig. 34.)

() Im Darmcanal des g fanden wir nie eine Spur von Pollen-Kügelchen, sondern nur immer eine gelbe krümliche NMasse(Honig), die aber kaum süls schmeckte.