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Apis. (Biene.) Latr.
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Honigbiene. 13

ten Zunge an die gehörige Stelle gebracht und dann von den Kiefern gefſormt wurde. Trevira- nus() vermuthet, daſs, da der Speichel der Inseclen überhaupt alkalisch sei und Alkali das Wachs am besten auflöste, der bei der Arbeit aus den Speicheldrüsen(s. Anat.) in die Zungenröhre sich er- gieſsende Saft das Wachs in eine Art Kleister verwandle. Gewöhnlich fangen sie von oben an zu bauen, indem sie erst einige Stellen der Decke unregelmäſsig bekleben, an die sie dann mehr und mehr regelmäſsige Zellen anbauen(), deren endlich so viele werden, daſs sie eine senkrecht stehende Wand bilden(Vuben, Wachstaſeln, Nosen, Naas, mit Brut gefüllt Bruttaſeln). Solcher Waben sind in einem Korbe 6 8 parallel, aber nicht alle sind gleich lang und breit. Die Menge der Zel- len ist nach ihrer Gröſse verschieden, gewöhnlich sind aber mehr als 9000 in einer Wabe von 15 Länge und 100 Breite. Sie stoſsen mit ihrer Basis zusammen und münden nach entgegengesetzten Enden(Tab. XXV. F. 45.), so dalſs zwischen je 2 Waben ein schmaler(nach Huber() immer nothwendig 4 breiter) Raum bleibt, aus welchem es rechis und links in die Zellen geht. Die Zellen sind 6 seilige Prismen mit pyramidalem Boden, welcher von 3 Rhomben gebildet wird, welche an jeder der 6 Seitenflächen ein Preieck abschneiden, wodurch die 6 Seitenflächen in Trapezien ver- wandelt werden. Die 3 Rhomben des Bodens machen mit den Seitenflächen und unter sich Winkel von 120, eben so wie die Seitenlächen mit einander(**). Es sloſsen also nie je 2 Zellen ganz auf- einander, sondern auf den Kanten einer Pyramide der einen Seite stehen 3 Seitenflächen von 3 ver- schiednen Prismen der andern Seite(Fig. 46.). Gleichwie in einem Stock die meisten Arbeiter sind, So sind auch die meisten so eben beschriebnen Zellen für diese eingerichtet(**). Sehr abweichend sind aber von diesen eine kleine Anzahl von Zellen, welche ihnen in der Form gleichen, aber viel geräumiger sind, und endlich finden sich wenige g Zellen von ganz andrer Gestalt, andrer Gröſse und An- heflung. Die lelztern sind mit einem, diesen sparsamen PThierchen ungewöhnlichen, Aufwand an Wachs er-

baut, nemlich meist an einem Ende der Waben angeklebt, und erscheinen herunterhängend und abwäris ge-

(¹) a. a. O. F. 68.(²) a. a. O. p. 354. Zum Winter wird dieser Raum zuweilen enger, indem sie die Zelleu verlängern um viel Honig verwahren zu können. Im Frühjahr Wird aber der nöthige Raum wieder hergestellt Cluber a. a. O. p. 655.

C) In unserm gläsernen Bicnenstock beobachteten wir sie öfters, ohne aber genigende Klarheit zu bekommen, denn immer sind die werdenden Zellen von einer Menge Bienen bedeckt, von denen die Einen immer die Andern bedecken, und über einander weglaufen. Anfangs erscheinen alle Tellen nur wie unregelmäſsige Eindrücke, werden dann gröſser und regelmãſsig und es schien uns als gebrauchten sie die 3-eckige Vorderseite des Kopfes, als formendes Organ.

(*) 8. die interessante Abhandlung von I Huilier in Mem. de Acad. roy. d. Scienc. et helles-lettres a Perl. ann. 1781. Allerdings ist, bei einer gegebenen Höhe der Zellen, durch diese Lage der rhomboidischen Bodenfläche und der daraus entspringenden Gröſse derselben der Aufwand an Wachs zur Construction des Bodens sehr gering und verhält sich zum Aufwand bei flachem Boden wie J72: 3(fast wie 1411 173). Noch mehr würde aber gespart werden, wenn an- statt des Bodens von 3 RBhomben eine Pyramide von 6 Seitenflächen mit einer gewissen Höhe genommen würde. L'Huilier pemerkte daber auch schr richtig, dals es den Bienen auf Wachs-Ersparung gar nicht ankommen könnte, sondern daſs es nur die Festigkeit des Baues sei, welche sie durch die Sechseitigkeit der Prismen mit den 3 xhombischen Bodenflächen erlangten, womit auch Maraldi übereinstimmt(Mem. uur les ah. in Acad. Reg. Parts. 1712. Aist p 6. Mem. p. 391.), und Klügel(Mathem. Wörterb. Th. 2. Leipz. 1805. Artik.Gröfstes und Kleinstes, auch seine Betracht. fher den Bau der Btenensellen im Hannöv. Magaz ann. 1772. Ft. 23.) Rndet nicht die Kunst in der Ersparung des Wachses, sondern in der Zusammenfügung der Zellen aus 2 parallelen Reihen. Den Nutzen der Vertiefung der Zellen sucht Ma- raldi darin, daſs der Honigtropfen, welcher der Larve zur Nahrung gebracht werde, dicht um sie zusammenflieſsen könne⸗, und Klügel setzt hinzu, dafs die Zellen, um taugliche Honigbehälter zu seyn, eine hinlängliche Tiefe erhalten müſsten. Interessant noch s. Keppler de nive gewangula und Maclaurin in Philos. T. J. 1743.

C*¹) In honigreichen Jahren sollen auch diese Zellen gröfser werden und man soll auf eine gute Honigernte rechnen

können, wenn im hintersten Bau groſse Zellen sind(Albrecht a. a. O. F. 179.

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