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Apis. (Biene.) Latr.
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12 Apis MnrTmca. daſs ihnen im Stock das Vorwachs abgenommen und gleich zum Verkleben verbraucht wurde. Mit diesem Vorwachs verkleben sie die Ritzen ihrer Wohnung, verengern besonders das Flugloch, über- ziehen auch öfler die ganze innere Wand und die Kreuzhölzer damit, und hüllen auch fremde Kör- per, die in den Stock kommen, ein, damit diese nicht verwesen. Zuweilen sieht man die Bienen auch an der Erde sitzen, besonders an feuchten Stellen, und es scheint als wäre ihnen Feuchtigkeit unenibehrlich(²). Auch sieht man sie nicht selten auf und an Früchten, namentlich Kernobst, selbst an Himbeeren(). Nach Kirby und Spence gehen sie selbst an die unreinlichsten Flüssigkeiten. Alles übrige Eingesammelte verschlucken sie sogleich und man kann deutlich sehen, wie sie den Rüssel tief in die Blumen tauchen und damit den Mectar herausholen. Das gebt aber schr schnell, denn sie eilen von Blume zu Blume, halten dabei die Flügel etwas ausgebreitet und lassen den Hin- terleib herunterhängen; die Antennen sind gegen den Kopf gezogen und fühlen mit den Spitzen. In Folge unserer Beobachtung eines mit gelber Flüssigkeit gefüllien Canals in der Zungenröhre(. Fig. 13.) müssen wir annehmen, dals durch diesen IIonig durch gehe. Swammerdam war schon der Meinung(¹), Réaumur 6) Kirby and Spence 6) und Andere aber bestreiten es. Wenn sie nach Hause kommen, sieht man sie mit den Füſsen sich aneinander hängen und ordentliche Gewinde(uir- landes) bilden. Féburier meint, sie brauchten diesen Zustand der Ruhe zur Verarbeitung des Ho- nigs und zu seiner Umwandlung in Wachs. Die starke Erweiterung der Speiseröhre, ehe sie in den Magen tritt, ist der Behälter des Honigs(ulgo Honigblase, honey bag), welcher von Zeit zu Zeit in die Zellen enileert wird. In dem eigentlichen Magen hat noch Miemand Honig geſunden, wohl aber Bienenbrod(*¹). Ehe die Biene ihren Vorrath in die Zelle emleert, entfernt sie immer zuvor die dicke Haut des schon in der Zelle befindlichen Honigs, welche das Auslauſen des flüssigen in der wagrechten Zelle verhindert. EFinige schütten ihn aber nicht in die Zellen aus, sondern geben gleich ihren arbeitenden Cameraden davon. Ihre Begierde auf Honig ist sehr groſs, sie sollen in guten Jah- 1 ren selbst die Larven aus den Zellen werfen, um nur recht viel Platz für den Honig zu haben. Das Wachs() ist eine eigenthümliche Absonderung(t), welche sich nur bei den Arbeitsbienen auf den Wachshäuten der Bauchschuppen in Form kleiner eckiger oder abgerundeter Scheibchen findet G. ob.) G. Tab. MXV. Fig. 18.) und wahrscheinlich mehr aus dem Honig als aus dem Bienenbrod ausge- schieden wird, da sie mit bloſsem Honig gefütlert, Wachs bereiten(Tt). Hornbostel meint schon, sie nälunen dieselben aus den Fächern der Bauchschuppen heraus, beiſsen Stücke mit den Kiefern ab und drückten diese an. Auf die Weise erklärt sich aber nicht die Gleichförmigkeit ihrer Zellen, die wird nur durch Anwendung einer auflösenden Flüssigkeit möglich. Réaumur 6) kat auch schon zwischen den Kiefern eine schaumige Flüssigkeit hervordringen schen, welche von der lebhaft beweg-

ten C) Kirby and Spence Introduct. Vol. I. p. 179.(5) T. V. p. 322.(a trompe paroit agir comme une langue, 3 et non comme une pompe.).( 4 4 0. p. 177.() s. Dobbs de mechodo ceram melque colligendi in Philos.

Wans. no. 496. p. 536.() Mem. Four gervir 4 Thist. d. Ins. T. V. p. 423. c) Die heiſsen bei den Aelteren Vaserbienen, weil sie von ihnen glaubten sie müſsten Wasser eintragen. (*) Er war auch dem anatomischen Grunde zuerst auf der Spur. s. seine Tab. (***) Kirby and Spence Vol. II. p. 177.

() Nach Wildmann p. 43. s. auch Kirby and Spence F. 178. Lange hielt man die Höschen für Wachs. s. auch Réaumur a. a. O. F. 293.

(†½) Selbst aus Zucker sollen sie eben so gut Wachs bereiten können. Giebt man ihnen bloſs Pollen, aber nicht Ho- nig, so befinden sich zwar die Larven wohl, aber Wachs wird nicht bereitet Woigt's Magaz. Bd. VIII. F. 434.).