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sten Ringes, nur schwach behaart. Flügelschuppen hellbraun.— Huber und andre sprechen von groſsen und kleinen q und g C)(grande et petite Reine; Reine de la grande taille etc.). Es ist uns nicht gelungen dergleichen auffallende Exemplare zu bekommen, wohl aber haben wir einzelne grölsere und kleinere Individuen gesehen, jedoch nicht einmal mit den Gröſse-Verschiedenheiten, welche man bei andern IIymenopleren so häufig findet. Die von uns aufbewahrten Exemplare erga- ben folgende Maſse(**): 5 Breite wit ausgebreiteten Flügeln 9 ½— 10 4, Länge 5 ½— 60.— 9 Breite m. a. Fl. 10 ½— 11, Länge 6 ½— 70(im unbefruchteten Zustande).— d Breite m. a. Fl. 137, Linge 70.
Das Vaterland der eigentlichen Bienen ist nur der alte Continent, und nach Latreille un- terscheiden sich die des südlichen und östlichen Europas, so wie Egyptens, schon von der unsrigen, welche erst nach America verpflanzt wurden, so wie nach verschiednen andern Colonien, wo sie sich acclimalisirt haben(**). In verschiednen Gegenden Asien's() und Africa's(), und in America sind sie jelzt in solcher Menge, dals das Wachs einer der wichtigsten Ausfuhr-Artikel jener Gegenden geworden ist(†). Wo die Biene ursprünglich wild war, ist noch weniger als bei den übrigen Haus- thieren zu bestimmen. Ihre Geschichte verliert sich ins graue Alterlhum und der Gebrauch des Ho- nigs, die Pflege der Bienen, ihr Fleiſs eic. sind überall mit Mythen verwebt. Einige suchen die Bienenzucht zuerst bei den Aegypiern(††), andre bei den Scythen und Celten. Auch schon die Thracier sprechen von einer groſsen Menge Bienen jenseits des Ister, und wenn Herodot C) dieses bestreilet, so lag es wohl nur an seiner unrichtigen Vorstellung vom Clima jener Gegenden und der Natur der Biene. Nicht zu verwundern ist, dals die Griechen die ganze Cultur der Bienen in ihre Mythen-Ceschichte verflechten 6). Der Berg Hymetlos in Atüca war wegen seiner trefflichen Bie-
(6) Selbst in Bootan fand sie Turner(Reise nach Tibet⸗ Hamburg 1801. 8S. S. 107.), und bei den Tatarn Lepe- chin(Rersen Bd. J. F. 89.) etc.—(²) Olivier Vo). dans Jempire Othoman, Egypte etc. T. TI. p. 313.—(²) Lib. . 10.(Goldhagen's Vebers. F. 383.). Auch Strabo's Tih. VII.) Angabe, daſs die Mysier Honig, Milch und Käse äſsen, spricht für die Thracier. Aristaeus soll die Thracier gelehrt haben, Honig mit Wein von Marone zu vermischen. (Plin. Tih. XIV. Cap. 4 et 6.).—() Die alten griechischen Dichter lassen die Biene aus einer Hornisse entstehen, und Teus mußste ihnen dann aus Dankbarkeit, daſs sie nach der Dictäischen Grotte ihn zu speisen gekommen waren, die Kunst der Honigbereitung verleihen Wirgil's Georg. übers. v. Bock Kõnigsh. 1803. F. 215.). Damit hängt wahrschein- lich der Mythos vom Aristäus Ess dooxdoc) zusammen, welcher als Kind von den Nymphen, den Melyssen, genährt
wurde und später den Bienenbau verbreitete(S. auch Virgil's Georg. Lib. IW. V. 317.).— Melissa, Tochter des Kö- nigs Melissus auf Creta, welche den Honigbau erfunden und den Zeus mit ihrer Schwester Amalthea aufgezogen haben soll(Golumella de re rust. Th. IX. Cap. 2.), wird in eine Biene verwandelt.— Von guten und hõsen Vorher-
Sagungen, So die Alten v. d. Bicnen genommen in Hannöv. Samml. 1756. F. 867.
() Two sorts of Q have been observed amongst the bees, a large one and a small. Mr. Needham was the first that observed the latter. s. Kirby and Spence a. a. O. p. 124.
(¹) Man hat auch die Bienen nach Maafs und Gewicht bestimmt: Nach Réaumur wiegen 336 Bienen eine Unze und 5376 ein Pfund. Nach John Hunter gehen 2160 5 in eine Ae-Mouse pint. Kirby and Spence Purod. V II. V. 129.
E*) Wir folgen hierin Latreille(Cuv. règne an. T V p. 365.) als dem competentesten und erfahrensten in dieser Hinsicht, und enthalten uns vieler Citate von Reisenden, denen in der Angabe von Bienen nicht zu trauen ist.
(†) Nach America brachten sie zuerst die Engländer und man kennt sſe im westlichen Theil auch noch unter dem Namen mouches angloises(Féburier traite complet cheoret. et prat. vur les ah. Paris 1810. 8S. p. 15.).— Auf Cuba macht man jährlich 4 Ernten(Della Rocca ¶WVicaire Général de Syra) Traité Sur les aheilles T 1. p. 292.).
(†*) Diese Meinung ist die wahrscheinlichere, wenngleich damit nicht bestritten wird, dafs ihre erste Pflege noch älter seyn kann(Universal-Bienengesch. Bd. J. F. 22.). Von den Aegyptern erzählt man, dafs sie mit ihren Bienen in den blumenreichsten Gegenden herumgezogen wären um sie einsammeln zu lassen Maillet descr. de Eghpte II.; Oli-
vier Voy. a. a. O. p. 313.


