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Fabrikation gewirkter und geſtrickter Waren. 141
bunden, je nachdem der Strickzwirn zwei⸗, drei⸗ oder vierdrähtig werden ſoll. Ein Färben der Wolle vor oder nach dem Ver⸗ ſpinnen findet in der Regel nicht ſtatt, indem die Wolle der Schafraſſen, aus welcher Handgeſpinſt hergeſtellt wird, ſchon an ſich ſchwarzbraun iſt oder eine gemiſchte Farbe zeigt. Da die Wolle trotz der warmen Wäſche noch einige Krimpkraft annehmen könnte, wird in den meiſten Fällen das gezwirnte Garn noch einmal gebrüht.
Die von Maſchinen geſponnenen Strickgarne zeigen eine größere Verbreitung; ihre Herſtellung iſt der der Kammgarne ſehr ähnlich, unterſcheidet ſich aber in einem Punkte weſentlich von derſelben. Die Kammgarnſpinnerei ſucht durch das ſo⸗ genannte Kämmen alle zu kurzen Haare aus dem Material zu entfernen; bei der Fabrikation von Halbkammgarnen werden dagegen auch die kürzeſten, in der Wolle ſich vorfindenden Haare mitverſponnen, das Kämmen bleibt alſo aus.
Die Vorarbeiten bei der Halbkammgarnfabrikation ſind faſt dieſelben wie bei der Kammgarnfabrikation. Das Sortieren, Auflockern, Reinigen und Einölen der Wäſche geſchieht ganz ſo, wie bei der Kammgarnfabrikation. Die nächſte Arbeit nach dem Einölen iſt das Kratzen auf den Streichgarnkrempeln, woraus die Wolle als Wolle oder Vlies hervorgeht. Die Halbkammgarnfabrikation verläßt hier wieder die Streichgarn⸗ fabrikation und wendet ſich dem bei der Kammwollſpinnerei üblichen Verfahren zu; es wird aber nicht das deutſche, ſondern das engliſche Syſtem angewendet.
Nachdem die Wolle, zur Watte oder zum Vlies geformt, die Kratzmaſchine verlaſſen hat, kommt ſie auf eine Art Schrubbelmaſchine, welche mit der Vorrichtung verſehen iſt, aus dem Vlies ein Band zu bilden, in welchem die Haare möglichſt gleichmäßig parallel neben⸗ und übereinander liegen müſſen. Das auf dieſe Weiſe gewonnene Band wird dann durch eine einfache Streckmaſchine, welche ſtets drei aus der vorigen Maſchine hervorgegangene Bänder zuſammenfaßt, ge⸗ führt und das ſo dublierte Band kommt dann auf den Sliverbox, d. h. die Anſtückelmaſchine.
Dieſen Namen führt ſie, weil hier die einzelnen, aus der vorigen Maſchine hervorgegangenen Bänder, mit ihren Fäden aneinandergeſtückt, zuſammengeſetzt werden. Die dem Box


