ſagen
Das Feinſpinnen. 135⁵5
Dieſe ſind geriffelt; das hier austretende Band geht durch einen Trichter, wird zwiſchen den Frottiers oder Reibledern gerollt, paſſiert einen zweiten Trichter, gelangt zum Spulen⸗ wagen und wird von dieſem auf Holzſpulen aufgerollt. Dieſer Gang bleibt immer derſelbe; nur werden die Verhältniſſe der Zylinder, der Nadelwalzen, des Druckes und der Geſchwindig⸗ keiten mit der zunehmenden Verfeinerung der der Bänder andere. Das Verſpinnen ſelbſt wird durch Anwendung von Spulmaſchinen(ʒflyers) charakteriſiert; von dieſen werden ge⸗ wöhnlich drei gebraucht, Grob⸗, Mittel⸗ und Feinflyers, an welche ſich für feinere Garnnummern wohl noch ein vierter anſchließt. Die Numerierung der Kammgarne geſchieht auf folgende Weiſe: Das Kilogramm bildet die Gewichtseinheit, und die Nummer ſoll gleich einer Anzahl Stränge von 1000 m ſein, welche ein Kilogramm wiegen. Das gültige Maß iſt alſo das Meter: das alleinige Gewicht das Kilogramm; die Nummer des Feingarns wird beſtimmt durch die Zahl, welche angibt, wie viel mal tauſend Meter auf ein Kilogramm gehen. Somit ſind 1000 m= 1 kg= Nr. 1. 25 000 m= 1 kg = Nr. 25. Nr. 50 enthält alſo 50 Stränge zu 1000 m= 50 000 m. Nr. 35 enthält 35 Stränge zu 1000 m= 35 000 m im Zuſammenhange.
Nr. 1= 1 kg zu 1000 m ſind 1000 m „ 2= 1 o„ 1000„„ 2000„ „ 3= 1„„ 1000„„ 3000„ „ 4= 1„„ 1000„„ 4000„ „ 10= 1„„ 1000„„ 10 000„
40== 1„„ 1000„„ 40 000„
„ 50= 1„„ 1000„„ 50 000„ Nr. 50
Wir ſchließen daraus, daß die Nummer ſteigt, je feiner das Garn wird, daß ſie ſinkt, wenn der Faden ſtärker wird, oder: je ſtärker das Garn, deſto niedriger die Nummer, je feiner das Garn, deſto höher die Nummer.
Das Feinſpinnen.
Die Arbeit wird von der Spinnmaſchine ausgeführt. Je nach der Konſtruktion nennt man die Maſchinen Water⸗ Mulemaſchinen und Selfaktor. Die meiſten Anwendungen, namentlich für feinere Garne, findet der Selfaktor, während


