Druckschrift 
Die Schafzucht : Rassen, Züchtung und Ernährung des Schafes, Wollkunde und technische Verarbeitung der Wolle / von Johannes Heyne
Entstehung
Einzelbild herunterladen

122 Dritter Teil. Die techniſche Verarbeitung der Wolle.

AAA entſprechend Prima I,

AA Prima, A Prima II, B Sekunda, C Tertia, D Quarta, E Leiſten, Locken;

in der Tuchfabrikation iſt man, wie bereits bemerkt, viel ge⸗ nauer. Üüber das Quantum, welches ein Sortierer liefern kann, läßt ſich nichts Beſtimmtes angeben; dasſelbe hängt in erſter Linie von der Gewandtheit des Sortierers, ſeiner Intelligenz und ſeinem Fleiße ab. Erſt, nachdem die Wolle ſortiert iſt, gelangt man zu dem Ergebnis der Sortierung; man ſieht ſich oft in den Wollen getäuſcht; ja, um dieſelben richtig kennen zu lernen, um ſie zu taxieren, hat man eine eigene Wiſſenſchaft erfunden. Die Sortierung ergab bei einer Partie Rückenwäſche:

Rückenwäſche(Böhmen). Deutſche Schweißwolle.

An AAAI Wolle= 2,31% An AA Wolle= 3,00% AA I= 24,57 o AI= 46,40% A= 43,45%A gelbe= 8,10 /% A gelbe= 5,90% B 1= 29,90% BI= 16,55% B II= 2,80% B II 0,82 0 0= 0,90% 0= 0,80% D= 7,30% D= 0,20% Futterſtückwolle= 1,00% Futterwolle= 0,10%Lockenwolle= 0,60% Lockenwolle= 5,30%

Summa 100,00% Summa 100,00%

Die Wäſcherei.

Der Produzent verkauft ſeine Wolle entweder als Rücken⸗ wäſche oder als Schweißwolle; letzteren Verkaufsmodus würde ich vorziehen; denn wenn Wolle nicht blendend weiß gewaſchen iſt, verliert ſie bedeutend an Wert. Mit Schweißwollen hat der Produzent faſt gar keine Mühe. In beiden Fällen muß die Wolle fabrikmäßig gewaſchen, d. h. von allen Beimiſchungen,

==

,=cS==-:çLnͤj-· Gl=