214 Neunzehntes Kapitel. Die Pflege der Naturwieſen.
Sehr häufig iſt man aber nicht imſtande, allen Wieſen einen ſolchen Dünger zu geben, ſondern man iſt auf die Kunſtdünger allein angewieſen. Mit Vorteil werden auf der Wieſe beſonders das Thomasmehl und Superphosphat angewendet. Das ſchwerer lösliche Thomasmehl wird im Herbſt gegeben, ſpäteſtens im Laufe des Winters, bis in den Februar(jedoch nie auf gefrorenem Boden). Das Superphosphat dagegen, das die Phosphorſäure größtenteils in waſſerlöslicher Form enthält, wird erſt im Frühjahr, etwa drei Wochen vor Erwachen der Vegetation ausgeſtreut.
Fig. 141. Hürde mit 6 Sproſſen, zum Pferchen der Schafe.
Von 16⸗prozentigem Thomasmehl rechnet man per Hektar 500 kg, von Superphosphat mit ähnlichem Gehalte an waſſerlöslicher Phosphor⸗ ſäure ungefähr die Hälfte..
Auf allen leichten und trockenen Bodenarten ſowie auf Moor⸗ boden wendet man neben Phosphorſäure mit Erfolg auch Kali an. Man nimmt entweder Kaliſuperphosphat(K S) oder macht ſelbſt eine Miſchung von Thomasmehl(per Hektar etwa 400— 500 kg) und Kainit(per Hektar etwa 500— 700 kg). Auf den Gülle⸗ und Miſt⸗ wieſen iſt dagegen in der Regel nur die Anwendung von Pohsphat⸗ dünger nötig, dagegen das Kali ganz oder teilweiſe entbehrlich.
Eine wichtige Regel bei dem Betriebe des Futterbaues iſt die, daß man mit dem Dünger abwechſle, damit die Pflanzen ſtets mit allen Nährſtoffen verſehen ſind. Man wechſle tunlichſt mit
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