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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
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Düngung der Wieſen mit Kunſtdünger. 213

phorſäure, weniger an Kali. Dieſe fehlenden Beſtandteile können

denſelben aber zugeſetzt werden. Der Zuſatz von Phosphorſäure

geſchieht am beſten in Form von hochprozentigem Superphosphat. Man ſtreut dasſelbe entweder vor der Einſtreu auf den Stand der Tiere oder, wo täglich ausge⸗ miſtet wird, auf die Dünger⸗ ſtätte. Man rechnet per Tag und Stück Großvieh etwa ½ kg SP 20. Das Kali wird in Form von Kainit erſt auf der Dünger⸗ ſtätte verwendet, weil es(im Stalle eingeſtreut) auf die Klauen der Tiere ätzend wirkt. Man rechnet per Stück Großvieh ¼ bis 1 kg. In gleicher Weiſe wird die Gülle verbeſſert. Wenn man jedoch im Stall Super⸗ phosphat anwendet, ſo geht ein Teil mit in die Gülle über, ſo daß ein Zuſatz weniger nötig iſt. Will man aber dennoch eine Zu⸗ gabe machen, ſo wird das Super⸗ phosphat vorerſt in einem Bottich in ſcharfer Gülle aufgelöſt und das Aufgelöſte alle 23 Tage in den Güllenbehälter gebracht, während der Bodenſatz ſpäter

auf dem Felde verwendet wird. Dieſe Beigaben bereichern nicht nur den Dünger an Phosphor⸗

Fig. 139. Pfahl mit Fig. 140. Pfahl⸗ eiſerner Zwinge s und bohrer. zwei Schlaufen B.

ſäure reſp. Kali, ſondern ſie binden zugleich das leicht flüchtige Ammoniak und konſervieren den Dünger.

Ein ſo bereiteter Dünger iſt dann allerdings kein einſeitiger Dünger mehr, ſondern in Tat und Wahrheit ein Univerſal⸗ dünger; er hat die erwähnten Nachteile nicht und man erzielt von demſelben die größten Erträge.