212 Neunzehntes Kapitel. Die Pflege der Naturwieſen.
mehr eine Düngung bezweckt wird, eignen ſich ſehr gut bewegliche Hürden. Für Großvieh genügen Hürden mit drei Sproſſen, während für Schafe die Sproſſen nicht mehr als etwa 20 cem voneinander entfernt ſein dürfen(Fig. 141), weil die Tiere ſonſt durchſchlüpfen.
Bei freiem Weidegang frißt jedoch das Vieh nicht alle Pflanzen. Will man daſſelbe zwingen, gewiſſe Pflanzen abzuweiden, ſo wendet man die Pflöckweide an, damit dem Tiere nur eine ſehr beſchränkte Weidefläche zur Verfügung ſteht. So z. B. frißt das Vieh bei freiem Weidegang das weiche Labkraut nicht gerne, während es bei der Pflöckweide gefreſſen wird, weil die Tiere viel weniger Auswahl haben.
Fig. 138. Transportabler Stangenzaun. Links ein Pfahl mit zwei Schlaufen von der Seite.
Nach dem Beweiden werden die ſtehen gelaſſenen Pflanzen mit der Senſe abgeſchnitten und geſammelt, die Kuhfladen werden verteilt und allfällig durchgetretene Stellen ausgeebnet und friſch beſamt, wovon bereits im vorigen Kapitel(S. 196 ff.) die Rede war.
Die ganze Wieſe wird hernach in der Regel gedüngt, und zwar ſollte hier nicht nur Miſt oder Gülle, ſondern auch ein Phos⸗ phatdünger angewendet werden.
Düngung der Wieſen mit Kunſtdünger.
Gülle und Miſt ſind alſo, ſo wie ſie gewöhnlich produziert werden, einſeitige Dünger— es fehlt ihnen hauptſächlich an Phos⸗
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