50 Viertes Kapitel. Die einjährigen Futterpflanzen.
miſchung zum Buchweizen eignen ſich die Hirſearten und der Spörgel ganz gut. Statt der Reinſaat kann dem Buchweizen auch weißer Senf, Olrettich, Serradella, Zottelwicken, Inkarnatklee, Spörgel oder Mohar beigemiſcht werden.
. Strebel empfiehlt eine Gemengeſaat von 75 kg Buchweizen und 15—16 kg Rieſenſpörgel; Guido Krafft ein Gemenge von 1—1 ½ hl Buchweizen und ½— ¾ hl Hirſe.
1 ℳ Blomeyer empfiehlt bei dem Buchweizen⸗Serradella⸗Gemenge letztere einige Zeit vorher zu ſäen und den Buchweizen erſt einzudrillen, wenn die Serradella handhoch, wozu frei⸗ lich eine gewiſſe Lockerheit des Bodens nötig iſt.
Auch der tartariſche Buch⸗ Fig. 38. Tartariſcher Buchweizen, Poly- welzen, deſſen Früchte(Fig. 38) Sonum tartaricum L. a Frucht natürl. gekerbte Kanten beſitzen, wird als Größe; b dieſelbe vergr.; c im Querſchnitt. 3,„ 3 Grünfutter gebaut. Derſelbe wird eher etwas höher, iſt blattreicher und weniger empfindlich als der gemeine Buchweizen.
12. Die Serradella.
Die Serradella(Fig. 39) iſt eine Pflanze des Sandbodens. Auf kalkreichem Boden gedeiht ſie nicht, wie auch direkte Kalkdüngung auf ihr Gedeihen ſchädigend wirkt. Auf dem Sande dagegen, wo andere ergiebigere Futterpflanzen mit Not gebaut werden können, liefert die Serradella einen ſicheren Ertrag und ein ganz vorzügliches Futter. Zudem bereichert ſie, wie alle Schmetterlings⸗ blütler, den Boden an Stickſtoff und ermöglicht auf dieſe Weiſe die Kultur anſpruchsvollerer Pflanzen als Nach⸗ frucht. Vorzüglich iſt ſie geeignet
zur Vertilgung der Quecke, die auf Fig. 39. Serradella, Ornithopus sativus leichtem Boden oft ſehr ſchädlich iſt.
Brot. a Blütenzweig; b Zweig mit. Glieder⸗Hülſen; c Blüte; d Schiffchen. Bei dichtem Stande der Serradella


