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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
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34 Viertes Kapitel. Die einjährigen Futterpflanzen. derartiges Syſtem befolgt wird; das iſt aber keinrationeller Futterbau nach unſern heutigen Begriffen, ſondern eine Graswirtſchaft, wie ſie vor einem Jahrhundert und früher gerechtfertigt war, ſich bei den heutigen Boden⸗, Arbeits⸗ und Produktenpreiſen aber nicht mehr rechtfertigt.

Die Heublumen können unter Umſtänden am Platze ſein zur Nachſaat in alte verunkrautete Wieſen, wo man nicht mehr viel verderben kann, zur Ausſaat auf ſterilen Plätzen, an Wegrändern und dgl.; zur Anlage von Kunſtwieſen ſollte man ſie nicht mehr benutzen. Wenn der Landwirt heute beſtehen will, ſo muß er Methoden anwenden, nach welchen er ſeinem Lande den größten Ertrag abzugewinnen imſtande iſt, und dies iſt nur möglich, wenn er reine, gute Samen ausſäet. Die letzten Zentner Futter, welche man über die landläufige Menge hinaus von einem Grundſtücke erzielt, bedingen in den meiſten Fällen den Reinertrag. 80 au Heuertrag per Hektar ſind beiſpielsweiſe nötig zur Deckung der Produktionskoſten. Wer nun eine Methode an⸗ wendet, nach welcher er nur 60 qu erzielt, der kommt nicht auf die Koſten, wer aber den Betrieb ſo rationell einrichtet, daß er über die Produktionskoſten hinaus noch 5—10 oder mehr Zentner Futter frei hat, der allein erzielt eine Rente.

Viertes Kapitel.

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Die einjährigen Eutterpflanzen.

Bei der künſtlichen Futterkultur durch Ausſaat von Samen auf dem Acker können ſehr verſchiedene Wege eingeſchlagen werden. Es können einjährige Pflanzen ausgeſäet werden oder ſolche, die länger dauern; die Pflanzen können einzeln oder in Miſchung angebaut werden. Was zunächſt die einjährigen Futterpflanzen anbetrifft, ſo handelt es ſich hier größenteils um Pflanzen, die im Frühjahr oder Sommer ausgeſäet werden und dann im gleichen Jahre nach 2—3 Monaten einen Schnitt gewähren. Die Pflanze ſtirbt hernach bei den meiſten Arten ab und der Acker wird um⸗