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Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation. 189
des Bodens wird demnach innerhalb der ſechsjährigen Rotation 303 kg Phosphorſäure für den Hektar betragen.
Beim Wiederbeginn der Rotation wird man eine Ver⸗ minderung der Phosphorſäuredüngung um etwa 50 bis 100 kg eintreten laſſen können.
Wir haben jetzt die Kalimengen feſtzuſtellen.
Der Mehrbedarf an Kali beträgt für die ſechsjährige Rotation laut obiger Aufſtellung 659 kg für den Hektar. Und nun die Frage: Darf Raubbau an Kali getrieben, alſo weniger gegeben werden, als dieſem Mehrbedarf ent⸗ ſpricht? Der Boden enthält 0,33% in Salzſäure lös⸗ liches Kali. Das iſt kein armer Boden, aber dennoch empfiehlt es ſich, im vorliegenden Fall keinen oder nur geringen Raubbau an Kali zu treiben, denn es iſt zu be⸗ denken, daß beſonders die Rüben und der Klee, die ver⸗ hältnismäßig hohe Anforderungen an den Kaligehalt des Bodens ſtellen, nur dann zu ſehr hohen Erträgen befähigt ſind, wenn ſie aus großem Vorrat ſchöpfen, und ich bemerke, daß der vorliegende Boden bei unſern Verſuchen ſich als düngebedürftig für Kali erwieſen hat. Ich halte im vor⸗ liegenden Fall die folgenden Kalidüngungen für empfeh⸗ lenswert.
1. Frucht: Futterrüben in Stallmiſt⸗ und Jauchedüngung. Kalibedarf: 574 kg. Durch 600 dz Stallmiſt und 283 hl Jauche werden 615 kg Kali zugeführt, eine Zugabe von Kaliſalz iſt nicht erforderlich.
2. Frucht: Weizen mit Jauchedüngung. Kalibedarf: 66 kg. Durch 142 hl Jauche werden 128 kg Kali zugeführt. Eine Kali⸗ düngung iſt ſomit nicht erforderlich.
3. Frucht: Hafer mit Kleeeinſaat. Kalibedarf einſchl. Klee: 456 kg. Es iſt mit 200 kg Kali zu düngen.
4. Frucht: Klee. Keine Kalidüngung.
5. Frucht: Weizen. Kalibedarf: 66 kg. Es iſt eine Dün⸗ gung von 100 kg Kali zu geben.


