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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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188 Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation.

ſäure aufweiſt, hat ſich bei unſern Verſuchen als ſehr dünge⸗ bedürftig für Phosphorſäure gezeigt. Raubbau läßt ſich auf ſolchem Boden nicht treiben, im Gegenteil: wenn man eine Ertragsſteigerung von wie in unſerm Bei⸗ ſpiel 23 dz Weizenkörner vom Hektar erzielen will und man berechnet hat, daß dieſe Ertragsſteigerung einen Mehrbedarf von 24 kg Phosphorſäure erfordert, ſo iſt jedem Praktiker bekannt, daß eine ſo geringe Düngung bei weitem nicht genügt, jenen Mehrertrag zu erzeugen. Einem armen Boden muß man mindeſtens fünfmal mehr Phosphorſäure geben, als der zu erzielende Mehrertrag der Rechnung nach beanſprucht. Ich ſtelle auf Grund dieſer Darlegungen den folgenden Plan Inr die Phosphor⸗ ſäuredüngung auf.

1. Frucht: Futterrüben in Stallmiſt und Jauchedüngung. Phosphorſäurebedarf 128 kg für 1 ha. Durch 600 dz Stall⸗ miſt und 283 hl Jauche erhält der Boden 178 kg Phosphorſäure. Da der Boden ſehr phosphorſäurehungrig iſt, wird eine Düngung von 160 kg zitronenſäurelöslicher Thomasmehl⸗Phosphorſäure

gegeben.

2. Frucht: Weizen mit Jauchedüngung. Phosphorſäure⸗ bedarf: 47 kg für 1 ha. Durch 142 hl Jauche werden 14 kg Phosphorſäure zugeführt. Es wird eine Düngung von 45 kg Thomasmehle Phoephorſä äure beigegeben.

3. Frucht: Hafer mit Kleeeinſaat. Phosphorſäurebedarf ein⸗ ſchließlich Klee: 141 kg. Es wird eine Düngung von 150 kg Thomasmehl⸗ Phosphorſäure gegeben.

4. Frucht: Klee. Keine Düngung.

8 35. Frucht: Weizen. Phosphorſäurebedarf: 47 kg. Es wird eine e Düngung von 60 kg Thomasmehl⸗ Phosphorſäure gegeben. 6. Frucht: Hafer. Phosphorſäurebedarf: 51 kg. Es wird

eine Düngung; von 60 kg Thomasmehl⸗Phosphorſäure gegeben.

Zuſammengenommen ſind nach vorſtehendem Plan zu

geben: 717 kg Phosphorſäure, während der Bedarf der Pflanzen ſich auf 414 1 kg berechnet Die Anreicherung