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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation. 187

Phosphorſäure⸗ und Kaligaben.

r Wenn wir die als Ziel geſetzte Produktion die inten⸗

ſive, und die bisherige, bei ausſchließlicher Stallmiſtdün⸗

gung erhaltene, die extenſive nennen, ſo gibt folgende Zu⸗

1 ſammenſtellung ein Bild über den Bedarf an Phosphor⸗ ſäure und Kali.

Bedarf für 1 ha: Phosphorſäure Kali Fruchtfolge: exten⸗ inten⸗ Mehr⸗ exten⸗ inten⸗ Mehr⸗ ive ſive bedarf bei ve ſive bedarf bei . Pro⸗ Pro⸗ intenſiver Pro⸗ Pro⸗ intenſiver duktion duktion Produktion duktion duktion Produktion kg ES Es ,; s kg 1. Futterrüben 63 128 65 283 574 291 2. Weizen 23 47 24 36 66 30 3. Hafer m. Klee⸗ einſaat.. 25 51 26 92 156 64 4. Klee... 36 90 54 120 300 180 5. Weizsen 23 47 24 36 66 30 6. Hafer.. 25 51 26 92 156 64 Zuſammen: 195 414 219 659 1318 659

Wir haben alſo für die ſechsjährige Rotation mit einem Mehrbedarf von 219 kg Phosphorſäure und 659 kg Kali für den Hektar zu rechnen.

Zunächſt ſei die Phosphorſäuredüngung ins Auge gefaßt und die Frage geſtellt: Wird es ſtatthaft ſein, nicht den aus der Rechnung ſich ergebenden Mehrbedarf von 219 kg Phosphorſäure voll zu verwenden, ſondern nur einen Teil desſelben, alſo Raubbau an Phosphorſäure zu treiben? Darauf iſt mit nein zu antworten, denn der Boden, obgleich er einen Gehalt von 0,133% Phosphor⸗