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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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180 Aufſtellung eines Düngungsplans j eine vollſtänd. Rotatior

erheblich vermindert, vielleicht auf die Hälfte ermäßigt werden können.

Die Ausnutzung der Kalidüngung.

Durch Staßfurter Kaliſalz ſind dem Boden im Mittel der drei Rotationen jährlich 74 kg Kali zugeführt worden und dieſe Düngung hat eine Mehraufnahme von 35,5 kg

Kali bewirkt. Das iſt eine Ausnutzung der Kalidüngung von 48%, während die normale Ausnutzung rund 60% beträgt. Die von uns verwendete Kalidüngung iſt ſomit etwas reichlicher geweſen als ſie zur Erzeugung der Höchſt⸗ erträge notwendig geweſen wäre, dennoch aber iſt es ratio⸗ nell, ſie in der gleichen Höhe beizubehalten, da die Ge⸗ ſamtrechnung ergibt, daß durch Stallmiſt und Kaliſalz dem Boden jährlich 162 kg Kali zugeführt und durch die Er⸗ träge 171 kg Kali entzogen worden ſind. Es bleibt alſo trotz der etwas reichlich gegebenen Kaliſalzdüngung ein ungedeckter Reſt von 9 kg, und da der Boden nicht reich an löslichem Kali iſt, ſo darf es als rationell angeſehen

werden, die bisherige Düngung beizubehalten.

Die Ausnutzung der Stickſtoffdüngung.

Durch Natronſalpeter ſind dem Boden im Nittel der

drei Rotationen jährlich 57 kg Stickſtoff zugeführt worden und dieſe Düngung hat eine Mehraufnahme von 30,6 kg Stickſtoff bewirkt. Daraus berechnet ſich eine 54% ige Ausnutzung und dieſe Ausnutzung iſt nur wenig unter normal. Berechnet man noch die Höhe der durch Stickſtoff⸗ düngung erzielten Erträge, ſo ergibt ſich, daß je 1 dz Na⸗ tronſalpeter im Mittel der Verſuchsjahre 37 dz Futterrüben und 3,8 dz Getreidekörner erzeugt hat, während der nor⸗ male Ertrag zu 50 dz Futterrüben und 4 dz Getreide⸗ körnern von uns angenommen wird. Bei der Düngung