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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation. 177

Wir müſſen nun fragen, ob die Düngemittel in rich⸗ tiger Gabe verwendet worden ſind. Es könnte ja die Möglichkeit vorliegen, daß durch noch ſtärkere Düngung eine weitere Ertragsſteigerung zu erzielen war, oder andererſeits, daß von dem einen oder dem anderen Nährſtoff mehr verwendet wurde als notwendig war, um den erzielten Ertrag zu erzeugen. Auf die erſte Frage gibt uns die Höhe der erzielten Erträge Antwort. Die Erträge an Futterrüben haben bei der zweiten und dritten Rotation 960 und 755 dz betragen und die Erträge an Getreide⸗ körnern ſind im Mittel der zweiten und dritten Rotation auf 39 dz geſtiegen. Man wird annehmen dürfen, daß damit die höchſtmögliche Leiſtung der Verwendung von Handelsdüngern erzielt worden iſt. Wir hätten ſomit nur die zweite Frage zu prüfen, die Frage, ob von den ver⸗ ſchiedenen Düngemitteln tatſächlich ſo viel verwendet werden mußte als wir verwendet haben, um den erzielten Ertrag zu erzeugen, oder ob man an Phosphorſäure oder Kali oder Stickſtoff hätte ſparen können.

Um über dieſe Frage Aufſchluß zu erhalten, haben wir neben dem Verſuch, bei dem eine Volldüngung von Phos⸗ phorſäure, Kali und Stickſtoff gegeben wurde, auch Verſuche ausgeführt, bei welchen an der Volldüngung die Phosphor⸗ ſäure, das Kali oder der Stickſtoff fehlte. Dieſe Verſuche

aben folgendes erbracht:. h f g ach Bei Verwendung von

Voll⸗

düngung Voll⸗ Voll⸗

diolleng Ferichor. ahant Düntng

inngung Fhorphr nt hrof 1. Rotation: dz dz dz dz

1902 Futterrüben. 610 475 542 461 1903 Winterweizenkörner 26,4 21,5 26,2 17,7 1904 Gerſtekörner 27,3 21,8 24,4 18,4 1905 Rotkleeheun 113,7 69,4 81,1 95,8

Wagner, Düngemittel. Siebente Auflage. 12