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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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176 Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation.

Die doppelte Stallmiſtdüngung hatte alſo den Ertrag erheblich mehr geſteigert als die für die erſte Rotation ver⸗ wendete einfache Gabe. Für die Erzielung von Höchſt⸗ erträgen aber hatte auch die Düngung von 800 dz Stall⸗ miſt nicht gereicht. Zugabe von Handelsdüngern konnte die Erträge in jedem der Verſuchsjahre ſehr erheblich ſteigern und ſie zu ungewöhnlicher Höhe bringen.

Der Verſuch wurde für eine dritte Rotation fort⸗ geſetzt und auch für dieſe wurde die doppelte Stallmiſtgabe verwendet, um zu prüfen, ob die während der erſten acht Verſuchsjahre erfolgte Anreicherung des Bodens mit Stall⸗ miſt jetzt ausreichen werde, um im Verein mit neu ge⸗ gebener doppelter Stallmiſtmenge(800 dz) die erzielbaren

Höchſterträge zu erzeugen. Die vier Früchte der dritten

Rotation hatten im Mittel der Jahre erhalten: Phosphorſäure Kali Stickſtoff kg kg kg in Form von Stallmiſt. 55,8 111,6 84,6 Handelsdüngern 104,0 66,2 62,0

Dabei wurden folgende Erträge erzielt:

Mit Mit Stallmiſt u. Ungedüngt Stallmiſt Handelsdüngern gedüngt gedüngt

dz dz dz 1910 Futterrüben. 236 448 755 1911 Winterweizenkörner 15,3 24,0 49,0 1912 Haferkörner... 12,5 17,6 28,4 1913 Winterroggenkörner 16,2 2014 26,8

Wir ſehen, daß auch hier wieder die doppelte Stall⸗ miſtgabe erhebliche Mehrerträge erbracht, aber doch nicht ausgereicht hat, Höchſterträge erzielen zu laſſen. Durch Zugabe von Handelsdüngern konnten die Erträge in jedem der Verſuchsjahre noch ſehr erheblich geſteigert werden.