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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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174 Aufſtellung eines Di igu. igsblan⸗. ein

arbeitet geweſen, um eine klare und vollkommen befrie digende Auskunft über ſie geben zu können. Aber es iſt an der Zeit, den inzwiſchen gemachten Fortſchritten in der Düngungslehre mehr Rechnung zu tragen. Die prak⸗ tiſch wichtigſten Düngungsfragen ſind ſoweit geklärt, daß es möglich ſein wird, die Düngung der Felder ſowohl, als auch die Verſuche, welche die verwendete Düngung auf ihre Richtigkeit prüfen ſollen, planvoller zu geſtalten.

Ich will verſuchen, hierin behilflich zu ſein, und ſtelle vor allem den Grundſatz auf, daß bei der Frage, wie ein beſtimmter Acker gedüngt werden ſoll, nicht die ein⸗ zelne Kulturpflanze nur, ſondern zugleich die geſamte Rotation ins Auge gefaßt werden muß.

Es iſt unrichtig, wenn man fragt, wie die Gerſte, der Hafer, der Weizen, die Rübe uſw. zu düngen iſt. Man muß vielmehr fragen; wie ſind die auf die Stallmiſtdün⸗ gung folgenden Früchte zu düngen, die bis zur neuen Stall⸗ miſtdüngung gebaut werden ſollen. Es muß die geſamte Rotation berückſichtigt werden.

Als Beiſpiel ſei die Verſuchsreihe 801 aus meiner SchriftDie Wirkung von Stallmiſt und Handelsdüngern Heft 279 der Arbeiten der D. L. G. hier angeführt, die durch drei Rotationen von je vierjähriger Dauer auf einem Lehmboden in Ernſthofen im Odenwald von uns aus⸗ geführt wurde. Der Boden enthielt 0,092% in Salz⸗ ſäure lösliche und 0,162% Geſamtphosphorſäure, ferner 0,168% in Salzſäure lösliches und 2,250% Geſamt⸗ kali. Die vier Früchte der 1. Rotation hatten im Mittel der Jahre, auf ein Jahr und ein Hektar berechnet, erhalten:

Phosphorſäure Kali Stickſtoff kg kg kg in Form von Stallmiſt 24,2 57,3 347,5 Handelsdüngern 96 87 44