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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Aufſtellung eines Düngungsplans f. eine vollſtänd. Rotation. 173

Abhandlung iſt beiſpielsweiſe angegeben, daß die Zucker⸗ rüben in der einen Periode von Jahren 80 120 kg, in der andern 50 70 kg und in der dritten 80 90 kg Phosphorſäure jährlich erhalten haben. Welche Umſtände und Erfahrungen aber beſtimmend geweſen ſind, dieſe Men⸗ gen zu wählen bzw. die Stärke der Gaben zu wechſeln, iſt nicht mitgeteilt, und man erhält den Eindruck, daß in dieſer Richtung eine gewiſſe Unſicherheit geherrſcht hat. Man iſt ſich nicht klar geweſen, welche Gaben von Phos⸗

ne phorſäure und Kali verwendet werden mußten, und man 1. hat ſich keine beſtimmte Rechenſchaft darüber geben können, en ob die Mengen, für die man ſich entſchieden hatte, die 1 richtigſten waren. Man hat überhaupt nicht nach einem 4 beſtimmten und wohlbegründeten Plan gehandelt; all⸗ üt gemeine Annahmen ſind maßgebend geweſen; nach dem 4 Beiſpiel anderer oder nach den Ratſchlägen vonAutori⸗ täten hat man ſich gerichtet; man hat zur Beruhigung 8 meiſt etwas mehr Phosphorſäure gegeben, als wohl un⸗ 3 bedingt nötig war, mit Kali hier und da es probiert, und t man hat mehr nach Gutdünken gehandelt, als nach be⸗ ¹ ſtimmten und kontrollierbaren Berechnungen. t Aber darf man dem Praktiker einen Vorwurf daraus machen? Gewiß nicht. Er konnte nicht anders. Die f Wiſſenſchaft hat ihm keine Grundlage geboten, die ſicher

genug war, um planvoller zu handeln. Fragen, die das Düngebedürfnis des Bodens im beſtimmten Fall, oder die h das beſondere Düngebedürfnis der verſchiedenen Kultur⸗ pflanzen, die Nachwirkung im überſchuß gegebener Dün⸗ r gungen, die Höhe des erforderlichen Erſatzes im Vergleich zur entzogenen Menge, die Wirkungsunterſchiede unter den mancherlei Formen der Nährſtoffe, die Wirkung der Neben⸗ beſtandteile der Handelsdünger, die Ausnutzung der Stick⸗ ſtoffſalze uſw. betreffen, ſind noch nicht gründlich genug be⸗