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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Weinbere 165

100 kg Kali,

80 Stickſtoff und

30 Phosphorſäure entzogen werden.

Im Vergleich zu den Nährſtoſfmengen, die durch Ackergewächſe dem Boden entzogen werden, iſt dieſer Be⸗ darf nicht hoch. Nehmen wir einen 4 jährigen Umlauf, der aus 2 Halmfrüchten und 2 Hackfrüchten, etwa Zucker⸗ rüben und Kartoffeln, beſteht, an und rechnen wir, daß etwa 36 dz Körner, 250 dz Kartoffeln und 350 dz Zucker⸗ rüben geerntet werden, ſo ſind zur Erzeugung dieſer vier Früchte, auf das Jahr gerechnet,

120 kg Kali,

100 Stickſtoff und

40 Phosphorſäure erforderlich, alſo etwas mehr, als der Weinbergboden be⸗ darf. Aber der Weinberg wird in der Regel ſtärker als der Acker gedüngt. Mit einer Gabe aus 500 dz Stallmiſt auf 1 ha Weinbergboden für drei Jahre pflegt man ſich in der Regel nicht zu begnügen, und es iſt üblich, dieſer Düngung jährlich noch etwa 80 kg Kali, 50 kg Stickſtoff und 50 kg Phosphorſäure beizufügen. Durch dieſe Dün⸗ gung, einſchließlich der üblichen Stallmiſtdüngung, erhält der Weinberg auf ein Hektar und ein Jahr berechnet:

160 kg Kali,

130 Stickſtoff und

110 Phosphorſäure.

Es entſteht ſomit die Frage: Wird es dem Wein⸗ ſtock etwa beſonders ſchwer, aus Boden und Düngung Nährſtoffe aufzunehmen? Dieſe Frage wird man mit nein beantworten müſſen. Man kann wohl nicht annehmen, daß es dem Weinſtock ſchwerer als den Ackerpflanzen iſt,