158 Welche Düngermengen ſi weiſe auf die Darlegungen in meiner Schrift, Heft 162 der Arbeiten der D. L. G. und auf die kleinere Schrift „Wieſendüngung“, Verlag von Paul Parey, Berlin. Man wird aus den dort angegebenen Zahlen erkennen, daß ohne Phosphorſäuredüngung faſt auf allen Wieſen ein phos⸗ phorſäurearmes Heu geerntet worden iſt und Thomasmehl⸗ düngungen erhebliche Ertragsſteigerungen erbracht haben. Man wird ferner erkenen, daß die von uns gegebenen ſtarken Thomasmehldüngungen, die hohe Gewinne erbracht haben, in der Regel noch nicht ſtark genug geweſen ſind, um die erzielbaren Höchſterträge und Höchſtgewinne zu erhalten. Nur ſelten iſt der Phosphorſäuregehalt auf 0,65%, alſo bis zu der Höhe geſtiegen, die als Grenze zu ſetzen iſt. Ein Heu mit 0,65% Phosphorſäure bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 15% darf als geſättigt an⸗ geſehen werden. Fällt der Gehalt unter dieſe Grenze, ſo iſt die Möglichkeit da, daß ſtärkere Düngung noch größere Ertragsſteigerung und noch höheren Gewinn bringt, und je mehr der Phosphorſäuregehalt unter 0,65% ſinkt— er kann bis zu 0,2% herabgehen— um ſo mehr wird die Wahrſcheinlichkeit der Ertragsſteigerung durch ſtärkere Thomasmehldüngungen zur Gewißheit. Bei Beſprechung der Kalifrage habe ich darauf hingewieſen, daß die Er⸗ mittelung des prozentiſchen Kaligehaltes des von einer be⸗ ſtimmten Wieſe geernteten Heues einen wertvollen Anhalts⸗ punkt zur Beurteilung des Düngebedürfniſſes der Wieſe bietet. Man wird erkennen, daß das gleiche auch hier gilt. Ein phosphorſäurearmer Wieſenboden liefert phos⸗ phorſäurearmes Heu, ein phosphorſäurereicher oder mit viel Thomasmehl gedüngter ein phosphorſäurereiches. Findet man einen Phosphorſäuregehalt von etwa 0,4%, 0,3% oder gar noch weniger, ſo wird man wiſſen, welche Schlüſſe daraus zu ziehen ſind.
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