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40% igem Kaliſalz oder auch in Form von Kainit zu beſchaffen. Nun aber gibt es Wieſen, die 120, ſelbſt bis
zu 150 dz Heu liefern, und ſolchen Wieſen vollen Erſatz in Form von Staßfurter Salz zu geben, wird um ſo ſchwieriger, je mehr ſich der Wieſenboden vom Sand ent⸗ fernt und dem ſchweren Lehmboden ſich nähert. Wollte man einer Lehmwieſe, die 120 dz Heu liefert, 240 kg Kali in Form von Kainit geben, mit den 240 kg Kali nicht weniger als 700 kg Kochſalz in den Boden bringen; ſo würde man die Wieſenpflanzen ſchädigen und den Boden verderben. Nun aber ſind wir ſolcher Schwierigkeit — zunächſt wenigſtens— durch den Umſtand überhoben, daß die Lehmwieſen in der Regel reich genug an Kali ſind, um eines vollen Erſatzes nicht zu bedürfen. Aus unſeren Verſuchen habe ich die in Ernſthofen acht Jahre lang durchgeführte Reihe 550 als Beiſpiel an⸗ geführt. Schon die ausſchließliche Phosphorſäuredüngung prachte im Mittel der acht Jahre einen Ertrag von 76,9 d Heu mit einem Gehalt von 1,691% Kali. Voller Erſatz des entzogenen Kalis überſättigte die Wieſenpflanzen ſehr ſteark und wirkte nachteilig. Ich habe empfohlen, dieſer Wieſe nur den halben Erſatz des entzogenen Kalis zu geben. b Die Ernſthofener Wieſe gibt ein typiſches Bild für beſſere Wieſen mit lehmigem, kalireichem Boden, auf wel⸗ chhen die Kalidüngung im Verein mit Phosphatdüngung zwar weſentliche Ertragserhöhung und ſehr befriedigenden Gewinn erbringt, die Kaligabe aber doch nicht ſo hoch be⸗ mmeſſen zu werden braucht bzw. bemeſſen werden darf, wenigſtens für eine Reihe von Jahren oder Jahrzehnten nicht, daß vollſtändiger Erſatz geleiſtet wird. Wieſen, wie den in unſerem Beiſpiel vorgeführten, hat man auf je 100 d Heu nicht 200 kg Kali, ſondern


