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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Die Kalidüngung der Wieſen. 153

erträge liefern ſollen, auf jeden Doppelzentner Heu 2 kg

Kali verarbeiten müſſen. Man hat alſo im gegebenen Fall zu prüfen, bis zu welcher Höhe der Heuertrag durch Düngung mit Phosphorſäure, Kali und Kalk, ſowie durch geeignete Kulturmaßnahmen zu bringen iſt. Kann man etwa 50 dz Heu erzielen, ſo hat man der Wieſe jährlich nicht weniger als 100 kg Kali zuzuführen, falls der Boden arm iſt und keinen Raubbau verträgt. Kann man 100 dz ernten, ſo hat man ihr 200 kg Kali zu geben. 200 kg Kali iſt viel, und es wird noch eingehender Prüfung be⸗ dürfen, in welchen Fällen es angängig iſt, ſo ſtarke Kali⸗ gabe in Form von Kainit oder 40% igem Salz zu ver⸗ abreichen. Kann man in ſolchen Fällen einen Teil des Kalis in Form von Miſtjauche geben, wobei man freilich einer ausreichenden Wirkung des Jaucheſtickſtoffs ſicher ſein müßte, oder hat man Holzaſche zur Verfügung, ſo wird das vorteilhaft ſein.

Auch die geeignetſte Zeit der Kalidüngung und die Frage, ob es empfehlenswert iſt, ſehr ſtarke Kalidüngung geteilt zu geben, dürfte noch zu prüfen ſein. Jedenfalls ſteht feſt, daß man armen Wieſen vollen Erſatz, aber nicht weniger als je 2 kg Kali auf den Doppelzentner Heu geben muß. Wo die Verhältniſſe ſo liegen, daß der Boden jährlich, wie wir es beiſpielsweiſe bei unſeren Verſuchen auf dem Wieſengut Hüttenfeld⸗Seehof gefunden haben, nur etwa 10 kg Kali aus ſeinem überdies ſchon geringen Vorrat gibt, da iſt Raubbau natürlich ausgeſchloſſen. Auf jeden Doppelzentner Heu, den man von der Wieſe erntet bzw. ernten kann, muß man ihr 2 kg Kali zuführen, und da auf ſandigen Wieſen, wie auf den in Hüttenfeld⸗See⸗ hof liegenden, der Ertrag in der Regel nicht höher als bis zu 60 oder 70 dz Heu zu ſteigern iſt, ſo macht es keine Schwierigkeit, die erforderliche Kalimenge in Form von