152 Welche Düngermengen ſind zu verwenden?
nahmeverhältniſſen wird es möglich ſein, durch ſtärkere Kalidüngung weitere Ertragsſteigerung zu erzielen. Je üidſer aber der Kaligehalt des lufttrockenen Heus unter 20p ſinkt, um ſo größer wird die Wahrſcheinlichkeit, höheren Ertrag durch verſtärkte Kalidüngung erzielen zu können, eine Wahrſcheinlichkeit, die zur Gewißheit wird, wenn der Gehalt auf 1,2% oder gar noch weiter ſinkt. Selbſtverſtändlich aber iſt die Forderung zu ſtellen, daß man nicht einſeitig prüfen, nicht einſeitig urteilen und nicht einſeitig handeln ſoll. Um den„Anhalt“ zu ge⸗
winnen, den die Analyſe einer Heuprobe zur Beurteilung
der Düngungsfrage gibt, hat man nicht nur den Kaligehalt, ſondern zugleich auch den Phosphorſäuregehalt des Heus und— falls auch die Kalkfrage in Betracht kommt— den Kalkgehalt feſtzuſtellen. Und wenn man aus den Ergebniſſen ſolcher Analyſe ein Urteil über das Dünge⸗ bedürfnis der betreffenden Wieſe ableiten ſoll, ſo hat man auch noch den während der letzten Jahre erzielten Mittel⸗ ertrag an Heu, ſowie die bisher gegebene Düngung, das Klima und die Waſſerverhältniſſe der Wieſe mit in Er⸗ wägung zu ziehen. Dann erſt— und ich meine, das iſt ganz ſelbſtverſtändlich— ſind alle Momente beiſammen, um, ſoweit dies ohne direkten Düngungsbverſuch möglich iſt, ein ungefähres Urteil über das Düngebedürfnis der Wieſe zu gewinnen. Auf Grund ſolchen Urteils richtet man dann die Düngung ein, und auf Grund des Erfolges dieſer Düngung(Heuertrag und prozentiſcher Gehalt des Heues ſind wieder zu ermitteln) wird man dann weiter urteilen und weiter handeln, wie ich dies bei der Be⸗ ſchreibung unſerer Verſuche gezeigt habe.
Die Frage, mit wieviel Kali die Wieſe zu düngen iſt, beantwortet ſich nun leicht. Man hat die Tatſache zu⸗ grunde zu legen, daß die Wieſenpflanzen, wenn ſie Höchſt⸗


