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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Die Kalidüngung der Wieſen. 151

2. Enthält das Wieſenheu bei ausreichender Phos⸗ phorſäuredüngung 2% Kali, ſo iſt es mit Kali geſättigtt. Der Kalivorrat des Bodens, bzw. der Düngung, hat aus⸗

gereicht, den unter den vorhandenen Verhältniſſen erziel

baren Ertrag zu erzeugen.

3. Sinkt der Kaligehalt auf 1,8%, ſo iſt die Möglich⸗ keit da, daß man durch ſtärkere Kalidüngung den Ertrag noch weiter ſteigern kann, falls Bodenbeſchaffenheit, Klima, Witterung ſehr günſtig ſind und an Phosphorſäure und Kalk kein Mangel iſt.

4. Sinkt der Kaligehalt auf 1,6%, ſo iſt die Wahr⸗ ſcheinlichkeit da, daß durch ſtärkere Kalidüngung Ertrags⸗ ſteigerungen zu erzielen ſind.

5. Beträgt der Kaligehalt des Heus nur 1,4%, ſo iſt die Wahrſcheinlichkeit einer Ertragsſteigerung durch Kalidüngung ſehr groß.

6. Sinkt endlich der Kaligehalt auf 1,2%, oder noch

weiter herab, ſo iſt mit Beſtimmtheit anzunehmen, daß

die Wieſenpflanzen zu wenig Kali im Boden gefunden 8 haben, um den unter den gegebenen Verhältniſſen erziel⸗

baren Höchſtertrag zu erzeugen. Kalidüngung wird den 3

Ertrag mit Beſtimmtheit ſteigern. Die Ausführung eines

Düngungsverſuches iſt hier nicht mehr erforderlich. Aus den Ergebniſſen unſerer Wieſenverſuche, deren

Studium ich empfehle, wird man erkennen, daß der pro⸗

zentiſche Kaligehalt des Heus tatſächlich einen wertvollen

Anhaltspunkt zur Beurteilung der Frage gibt, ob die Wieſe nach Kali hungert oder nicht, ob die Ausſicht groß ſiſt, daß ſtärkere Kalidüngung den Ertrag ſteigert oder ob dieſe Ausſicht gering oder auch ſo gut wie ausgeſchloſſen

iſt. Es hat ſich beſtätigt: zeigt das lufttrockene(15% 3

Feuchtigkeit enthaltende) Heu einen Kaligehalt von 2%,

ſo darf man es als geſättigt erachten, und nur unter Aus⸗