Bei dig, der
ſeſe
der
ie Kalidüngung der Wieſen. 147
reichend mit Kali gedüngten Moorwieſen zurück, und es
iſt der Gedanke nicht von der Hand zu weiſen, daß ein großer Teil der Moorwieſen überhaupt nicht ausreichend gedüngt, namentlich nicht genügend mit Kali verſehen wird. Dieſe Befürchtung wird zur Gewißheit, wenn man die einzelnen Werte betrachtet, bei denen ein Abſinken des Kaligehaltes bis auf 0,6% zu bemerken iſt.“
Auf die Frage, ob man allen Wieſen vollen Erſatz des durch den Ertrag entzogenen Kalis geben ſoll, oder ob weniger oder mehr zu verwenden iſt, geben zwei typiſche Beiſpiele aus unſeren Verſuchen ein Bild. Der eine dieſer Verſuche wurde auf einer ſandigen Wieſe in Hüttenfeld⸗ Seehof(Reihe 521) ausgeführt, deren Boden ausnehmend arm an Kali war. Der Verſuch dauerte ſechs Jahre. Bei alleiniger Phosphorſäuredüngung erhielten wir ein Heu, das im Mittel der ſechs Verſuchsjahre ziemlich gleichmäßig einen Gehalt von nur 0,797% Kali zeigte. Daraus ging hervor, daß die Wieſe ausnehmend arm an Kali war und ſtarker Düngung bedurfte. Wir gaben im erſten Ver⸗ ſuchsjahr die ſehr ſtarke Düngung von 124 kg Kali und in den folgenden fünf Jahren jährlich diejenige Kalimenge, die der Ertrag dem Boden entzogen hatte. Im Mittel aller ſechs Verſuchsjahre wurde bei alleiniger Phosphor⸗
ſäuredüngung ein Ertrag von 14,5 d, bei Zugabe von
Kalidüngung ein Ertrag von 40,1 dz Heu erhalten. Der Heuertrag enthielt im Mittel der ſechs Jahre bei alleiniger Phosphorſäuredüngung 11,5 kg, bei Zugabe von Kali
60,3 kg Kali, und die Düngung hatte 74,4 kg Kali be⸗
tragen. Trotz der Überſchußdüngung von jährlich 14,1 kg Kali aber waren die Wieſenpflanzen kalihungrig geblieben. Der Kaligehalt des bei Kaliphosphatdüngung geernteten Heues betrug im Mittel der ſechs Jahre nur 1,495%,
während er bei voller Sättigung auf 2% hätte ſteigen
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