ſoolchen Verſuchen aber iſt klare Frageſtellung notwendig!
Zahlen, die hiermit im Einklang ſtehen. Der Kaligehalt
146 Welche Düngermengen ſind zu verwenden: die Stickſtoffdüngung ſich rentieren wird oder nicht. Bei
Ver prüfen will, ob eine Düngung mit Natronſalpeter oder
Ammoniakſalz auf einer beſtimmten Wieſe lohnend iſt und
in welchem Maße ſie lohnt, der muß die Fragen, die der Verſuch beantworten ſoll, ſo ſtellen:
1. Welcher Höchſtertrag iſt auf der betreffenden Wieſe
überhaupt erzielbar?
2. Iſt der erzielbare Höchſtertrag ſchon durch aus⸗ ſchließliche Phosphorſäure⸗Kalidüngung zu gewinnen oder muß Stickſtoffſalz zu Hilfe genommen werden, und welchen
Geowinn bringt die eventuelle Beidüngung von Stick⸗ ſcoffſalz? b
3 3. Welche Antwort gibt der im zweiten, dritten, vier⸗ ten uſw. Jahre auf der gleichen Wieſe fortgeſetzte Verſuch auf die unter 1 und 2 geſtellten Fragen?
Die Kalidüngung der Wieſen. 8 Der prozentiſche Kaligehalt des Wieſenheues iſt bei unſeren Verſuchen, wenn die Wieſe ausnehmend hungrig war, bis auf 0,55% herabgegangen, wenn die Wieſe mit Kali überſättigt war, bis auf 2,75% geſtiegen. Wenn das
lufttrockene(15% Feuchtigkeit enthaltende) Heu 2% Kali enthält, ſo darf es unſeren Erfahrungen nach als geſättigt angeſehen werden. In der großen Praxis aber findet man ſelten ſo kalireiches Heu. Es gibt viel kaliarme Wieſen. Alle Wieſenſtücke, die wir für unſere Verſuche verwendet haben, hungerten nach Kali. Auch Tacke veröffentlicht
iſt bei Heu von Moorwieſen auf 0,6% herabgegangen und von 17 Proben nur in einem Fall auf 2% geſtiegen. Tacke bemerkt dazu:„Der mittlere Gehalt der Heuproben an Kali ſteht bedenklich weit hinter dem des Heus von aus⸗


