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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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140 Welche Düngermengen ſind zu verwenden⸗

. ſtoffdüngung iſt zu vermeiden, denn ſie bewirkt, daß die Blätter ſchlecht brennen und übel riechen.

Wieſen.

Wir haben ſeit etwa zwanzig Jahren Wieſendün⸗ gungsverſuche in verſchiedenen Gemarkungen Heſſens aus⸗ geführt. Über eine Anzahl derſelben habe ich im Heft 162

der Arbeiten der D. L. G. berichtet. Eine Veröffentlichung über weitere ſehr umfängliche und langjährige Verſuche iſt in Vorbereitung. Auf Grund unſerer Arbeiten teile ich über Wieſendüngung folgendes mit.

Die Stickſtoffdüngung der Wieſen. Die Frage der Stickſtoffdüngung der Wieſen iſt wich⸗

tig, und meine Publikationen haben eine lebhafte Dis⸗

kuſſion darüber hervorgerufen. Ich habe für zweckmäßig

gehalten, die allgemeine Frage der Stickſtoffdüngung der

Wieſen zu ſpezialiſieren, und zwar die Frage der Stall⸗ miſt⸗, Kompoſt⸗ und Jauchedüngung einerſeits, und andererſeits die Frage der Stickſtoffſalzdüngung(Am⸗ moniakſalz, Natronſalpeter) der Wieſe zu behandeln. Jauche und Kompoſt, in der Praxis beliebte Wieſendünger,

die nicht wie Salpeter und Ammoniakſalz ausſchließlich

Stickſtoff enthalten und auch wohl nicht ausſchließlich durch ihren Nährſtoffgehalt wirken, habe ich noch nicht in den Bereich meiner Darlegungen gezogen. Ich habe nur erſt ddie Frage geſtellt, ob man die Wieſe mit Salpeter oder Ammoniakſalz düngen ſoll. Manche Forſcher ſind energiſch und rückhaltlos für die Salpeterdüngung der Wieſen ein⸗ getreten. Man hat ſogar geſagt, daß der Natronſalpeter gerade auf der Wieſe am beſten ausgenutzt werde. Das iſt nicht richtig. Schon die einfache Rechnung ergibt, daß der durch Salpeterdüngung erzielbare Gewinn auf der