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Tabak. 139
Boden bauen und durch kalireiche Düngung einen prozen⸗
tiſch hohen Kaligehalt der Blätter zu erzielen ſuchen.
Auf Grund dieſer Forderungen und der zahlreichen Düngungsverſuche, die wir über die Tabakfrage ausgeführt haben, halte ich eine Düngung von 5 dz konzentriertem, ſchwefelſaurem Kali(52% Kali enthaltend) auf den Hektar für empfehlenswert. Iſt der Boden ſehr reich an Kali, ſo kommt man mit etwas weniger aus, iſt er ſehr arm, ſo muß man die Düngung verſtärken. Ich bemerke noch, daß das ſchwefelſaure Kali bei unſeren Verſuchen Blätter geliefert hat, die in ihrem Kaligehalt und in ihrer Glimm⸗ barkeit denjenigen nicht oder nur ſehr wenig nachſtanden, die bei Düngung mit dem mehrfach empfohlenen, aber aus⸗ nehmend teuren kieſelſauren Kali, dem ſog. Martellin, er⸗ halten waren. Soweit uns Erfahrungen vorliegen, bietet das kieſelſaure Kali dem hochkonzentrierten ſchwefelſauren Salz gegenüber keine mit dem ausnehmend höheren Preis des„Martellins“ irgend im Verhältnis ſtehenden Vorteile. Außer ſchwefelſaurem Kali iſt Laubholzaſche, die ungefähr 10% Kali und 3,5% Phosphorſäure enthält, zu emp⸗ fehlen. Steht dieſe Aſche zu angemeſſenem Preiſe zur Verfügung, ſo empfehle ich, an Stelle der oben genannten 5 dz ſchwefelſaurem Kali 12,5 dz Laubholzaſche und 2,5 dz ſchwefelſaures Kali zu verwenden. Dieſe Düngung iſt etwa vier Wochen vor dem Pflanzen in den Boden zu bringen. Eine weitere Phosphorſäuredüngung iſt, wenn man Holzaſche verwendet, nicht nötig. Wird aber nur
ſchwefelſaures Kali gegeben, ſo ſind etwa 4 dz Thomasmehl
beizufügen.. Den nötigen Stickſtoff gibt man dem Tabak am beſten in Form von Gründüngung. Iſft dies nicht ausführbar,
ſo gebe man je nach Bedarf des Bodens 2—3 da Natron⸗
ſalpeter oder ebenſoviel Ammoniakſalz. Übermäßige Stick⸗


