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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Die Beſchaffenheit und der Dungungs⸗ zuſtand des Bodens. Kalkarme Sandböden und ſaure Moorböden bean⸗ ſpruchen in der Regel geringere überſchußdüngungen an Phosphorſäure als kalkreiche und eiſenreiche Lehm⸗ und Tonböden. Je mehr Humus der Boden enthält und je mehr er mit Grünſubſtanz oder Jauche gedüngt iſt, um ſo mehr hat man die Stickſtoffgabe zu beſchränken und einer ſtärkeren Phosphorſäuredüngung ſich zuzuwenden.

Die Vorfrucht und Nachfrucht.

Hat der Acker ſtickſtoffſammelnde Pflanzen, wie Klee, Luzerne, Wicken, Erbſen, Bohnen, Lupinen uſw., getragen oder hat er eine Gründüngung mit ſolchen Pflanzen er⸗ halten, ſo wird man den Schwerpunkt der Düngung mehr auf Phosphorſäure und Kali legen; hat dagegen die Vor⸗ frucht in Kartoffeln, Rüben oder Halmgewächſen beſtanden, in Pflanzen alſo, die alsſtickſtoffzehrende bezeichnet wer⸗ den, die aber infolge von vielleicht reicher Phosphorſäure⸗

düngung einen beachtenswerten Überſchuß von Phosphor⸗

ſiure im Boden zurückgelaſſen haben, ſo gebe man ſchwache Phosphorſäuredüngung und kräftigere Stickſtoffdüngung mit Beigabe von Kali. 4

Fpolgen auf das Halmgewächs Kartoffeln, ſo iſt das

erſtere reichlich mit Kali zu düngen, denn das der Vor⸗

frucht gegebene Kali iſt der Kartoffel zuträglicher als die direkte Düngung. Folgt Klee oder Luzerne, ſo iſt eben⸗

falls nicht zu wenig Kali und ſehr reichlich Phosphorſäure 1

zu geben.

Kleearten und Hülſenfrüchte. Während bei der Düngung der Halmgewächſe auf ſtickſtoffreiche Nahrung großes Gewicht zu legen iſt, kann V