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eine Düngung der Kleearten und Hülſenfrüchte mit Stick⸗ ſtoffſalzen in der Regel unterbleiben. Dieſe Pflanzen, ob⸗ gleich ſie in ihrer Erntemaſſe weit mehr Stickſtoff enthalten als alle übrigen Kulturgewächſe, bedürfen nur geringer Menge leicht löslichen Bodenſtickſtoffs; den Hauptbedarf nehmen ſie aus der atmoſphäriſchen Luft. Nur wenn der Boden ſehr ſtickſtoffarm iſt, kann eine Salpeterdüngung, etwa 1 dz auf den Hektar, bei Erbſen und Bohnen lohnend ſein. Die Entwicklung von Erbſen und Bohnen wird durch ſolche Düngung beſchleunigt und der Ertrag mitunter merklich geſteigert, aber nur dann, wenn die Stickſtoffgabe gering iſt und ſie nicht ſpäter als bei der Einſaat gegeben wird. Unter normalen Verhältniſſen kommt für die Legu⸗ minoſen nur Phosphorſäure⸗ und Kalidüngung in Betracht, und man wird mit 4— 6 dz Thomasmehl oder 3— 4,5 dz Superphosphat und etwa 6 z Kainit oder 2 dz 40% igem Kaliſalz für den Hektar in der Regel das Richtige treffen. Nur bei Luzerneeinſaat wird man die Phosphorſäure⸗
gabe noch ſteigern können. Düngungen von 10— 15 dz
Thomasmehl auf den Luzerneacker haben ſich bei unſeren Verſuchen oft als rentabel erwieſen.
Kartoffeln und Rüben. Kartoffeln und Rüben ſind hervorragend befähigt, den Kalivorrat des Bodens auszunutzen. Ihr Bedarf an Kali
aber iſt ſo groß, daß für Höchſterträge ſelbſt ein mit Stall
miſt gedüngter Boden oft nicht genug Kali liefert. Auch
für reichliche Phosphorſäuredüngung ſind dieſe Pflanzen
empfänglich; beſonders die Entwicklung der Rüben läßt ſich weſentlich dadurch fördern, daß man dem bei der Einſaat zu gebenden Stickſtoffſalz 1—2 dz Superphosphat auf den Hektar beimengt. Der Stickſtoffbedarf iſt unter ſonſt gleichen Verhältniſſen bei Futterrüben am größten, dann


