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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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42 1 Ergebniſſe einiger Feldverſuche.

mußte der von uns gegebenen Düngung entnommen wer⸗ den, und da dieſe 50 kg betrug, ſo hatten wir ſiebenmal mehr Phosphorſäure gegeben, als die Pflanze aufzunehmen haͤtte. Aber dieſe Düngung war nicht zu reichlich geweſen, denn auch hier gilt das, was ich oben bei Beſprechung der in der Verſuchsreihe I gegebenen Phosphorſäuremenge geſagt habe.

Das Kali.

Wie aus Verſuch 2 verglichen mit 1 ſich ergibt, hat der bei Volldüngung erzielte Ertrag um 27,0 kg Kali mehr beanſprucht, als der bei ungedüngt erhaltene. Dieſer Mehrbedarf wurde, wie aus Verſuch 4 verglichen mit 2 ſich ergibt, bis auf einen Reſt von 9,8 kg durch den Bodenvorrat gedeckt, und da unſere Düngung 100 kg Kali betrug, ſo hatten wir zehnmal mehr gegeben, als der Reaechnung nach dem Bedarf entſprach. Auch hier iſt alſo der bei Verſuchsreihe I gezogene Schluß zutreffend: ſchon 60 kg Kali würden gereicht haben, den Bedarf zu decken und den Entzug zu erſetzen. Bemerkenswert aber iſt, daß ſich überhaupt ein deut⸗ lich ausgeſprochenes Düngebedürfnis des vorliegenden Bodens für Kali gezeigt hatte, obgleich er 0,3% in Salz⸗ ſäure lösliches Kali enthielt, er alſo unter diejenigen Lehmböden zu rechnen war, von denen man annimmt, daß ſie in der Regel einer Kalidüngung nicht bedürfen. In einem ſpäteren Abſchnitt dieſer Schrift komme ich hierauf zurück.

Der Stickſtoff.

Der bei Volldüngung erzielte Ertrag hat um 35,9 kg Stickſtoff mehr beanſprucht, als der bei ungedüngt er⸗ haltene. Für dieſen Mehrbedarf hat, wie Verſuch 5 ver⸗