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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Verſuche mit Gerſte in Wolfskehlen uſw. 43

glichen mit 1 ergibt, der Bodenvorrat nur 4,2 kg liefern können; 31,7 kg Stickſtoff alſo mußten zugeführt werden, und da die von uns gewählte Düngung 46,5 kg Salpeter⸗ ſtickſtoff betrug, ſo ergibt ſich, daß dieſe zu 68% ausgenutzt worden iſt. Das iſt eine ſehr hohe Ausnutzung. Die Düngung von 300 kg Chiliſalpeter für den Hektar iſt alſo nicht zu hoch geweſen. Sie hat auch vollkommen nor⸗ mal gewirkt, denn der durch 3 dz Chileſalpeter im Ver⸗ gleich zu ſtickſtoffreier Düngung(Verſuch 5) erzielte Mehr⸗ ertrag an Gerſtekörnern hat 12,5 dz betragen.

Welche Düngerkoſten waren aufzuwenden, um die Mehr⸗ erträge an Stroh und Körnern zu erzeugen?

Berechnen wir nach den früheren und den jetzigen Preiſen die Düngerkoſten, ſo erhält man folgendes Bild. Die Düngerkoſten betrugen:

Im Frühjahr 1914... 85,81 Mark für 1 ha,

„„ 1920... 1007,50„„ 1„. Der Mehrertrag an Körnern im Vergleich zu ungedüngt betrug 14,4 dz.

Auf je 1 dz Mehrertrag an Körnern berechnen ſich die Düngerkoſten: 4 im Frühjahr 1914 auf 5,96 Mark,

„„ 1920„ 60,97„

Es mag ſchließlich noch erwähnt werden, daß die reich⸗

liche Beidüngung von Phosphorſäure und Kali die Gerſte⸗ pflanzen in den Stand geſetzt hatte, den aus der ſtarken Salpeterdüngung aufgenommenen Stickſtoff zu vollkommen normal zuſammengeſetzten Körnern zu verarbeiten und daß eine für Brauzwecke ungünſtige Proteinanreicherung nicht eingetreten iſt. Die geernteten Körner enthielteenn: bei ungedüngt.... 9,44% Protein, „ Volldüngung.. 9,62„.