Druckschrift 
Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Verſuche mit Gerſte in Wolfskehlen uſw. 41

Schlußfolgerungen.

Die Nachwirkung der ſtarken Düngung von 400 dz Stallmiſt und 80 hl Jauche auf den Hektar, welche der Vorfrucht(Futterrüben) gegeben war, hat, wie man aus Tabelle I erſieht, bei weitem nicht gereicht, das Nährſtoff⸗ bedürfnis der Gerſte zu decken. Die Nachwirkung der Stallmiſt- und Jauchedüngung hat im Verein mit dem Nährſtoffvorrat des Bodens einen Ertrag von nur 22,5 dz Gerſtekörner vom Hektar hervorbringen können, während durch die beigegebene Volldüngung der Ertrag auf 36,9 d geſtiegen iſt.

Aus den Ertragszahlen erſieht man ferner, daß der Acker ſowohl für Stickſtoff als auch für Phosphorſäure und Kali ſehr düngebedürftig war, denn es wurden an Mehr⸗ ertrag erhalten:

14,4 dz Körner, wenn Volldüngung gegeben war,

8,5 wenn an der Volldüngung die Phosphorſäure fehlte, 9,6 wenn an der Volldüngung das Kali fehlte,

1,9 wenn an der Volldüngung der Stickſtoff fehlte, 9,0 wenn an der Volldüngung die Phoaphorſäure und

das Kali fehlten.

Es iſt nun zu prüfen, ob die von uns gewählte

Düngung, welche aus 50 kg Phosphorſäure, 100 kg

Kali und 46,5 kg Salpeterſtickſtoff beſtanden hatte, dem Nährſtoffbedürfnis des Ackers entſprechend war.

Die Phosphorſäure.

Vergleicht man Verſuch 2 mit 1, ſo ergibt ſich aus Tabelle II, daß die Gerſte bei Volldüngung um 15,1 kg Phosphorſäure mehr aufgenommen hatte, als bei un⸗ gedüngt. Dieſer Mehrbedarf konnte, wie Verſuch 3 ver⸗ glichen mit 2 ergibt, bis auf einen Reſt von 6,9 kg aus dem Bodenvorrat gedeckt werden. Dieſer Reſt von 6,9 kg