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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Wie iſt das Düngebedürfnis eines Bodens feſtzuſtellen? 17

phorſäure alslöslich, ſo ergab ſich bei unſeren Verſuchen, daß die verſchiedenen Böden auf je 100 Teile Geſamt⸗ Phosphorſäure die folgenden Mengen löslicher Phosphor⸗ ſäure enthielten, oder daß die prozentiſcheLöslichkeit der Boden⸗Phosphorſäure die folgende war: Setzt man die Löslichkeit der . Phosphorſäure des Bodens Löslichkeit der Nr. 1= 100, ſo berechnen ſich Boden⸗ für die Löslichkeit der Phos⸗ Phosphorſäure phorſäure der übrigen Böden

% folgende Zahlen: bei Boden Nr. 1 3,4 100 2 3,1 91 . 3. 2,7 79 4. 2,6 76 3 3 5 2,5 74 6 2,4 71 7 1,9 56 8. 1,8 53 . 9 1,7 50 10 1,5 44 . 11 1,4 41 . 12 1,2 35 18 1,1 32 1141.0.,7 21 Das ſind große Unterſchiede. Die Löslichkeit der

Boden⸗Phosphorſäure ſchwankte zwiſchen 0,7% und 3,4% und die relative Löslichkeit zwiſchen 21 und 100ol) Es iſt alſo klar: Die chemiſche Analyſe kann nur ſelten ein ſicheres Urteil über das Düngebedürfnis des Boden geben; nur in außergewöhnlichen Fällen, nur bei

ausnehmend hohem oder ausnehmend geringem Nährſtoff⸗ gehalt des Bodens kann man auf Grund der Ergebniſſe

einer chemiſchen Analyſe hinreichend ſicher über die Frage urteilen, ob und in welchem Maße der Boden dünge⸗ bedürftig iſt oder nicht. In normalen Fällen, alſo bei

Wagner. Düngemittel. Siebente Auflage. 2 3