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Geburtshilfe : für Landwirte / bearb. von A. Tapken
Entstehung
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136 Krankheiten und Fehler neugeborener Tiere.

ſterben, andere, die beim Schweine auftreten, wie Ruhr, Blut⸗ armut u. ſ. w., unter der BezeichnungFerkelſterben zuſammen⸗ gefaßt.

In nachfolgendem ſollen nur die wichtigſten Krankheiten und Fehler junger Tiere berückſichtigt werden.

1. Scheinkod und Tebensſchwäche.

Scheintot nennt man ein neugeborenes Tier, wenn bei ihm bei gewöhnlicher Betrachtung Lebenszeichen nicht wahrgenommen werden. Von Lebensſchwäche ſpricht man, wenn das Junge nur ſchwache Lebenszeichen erkennen läßt.

Dem noch ungeborenen Jungen wird der Sauerſtoff nicht wie dem geborenen Jungen durch Lungenatmung zugeführt, ſondern es erhält dieſen Stoff vom Muttertier, und zwar vom Mutter⸗ kuchen aus und durch Vermittelung des Fruchtkuchens und des Nabelſtranges(vergleiche S. 11). Eine Zufuhr von Sauerſtoff auf dieſem Wege kann aber nur ſo lange erfolgen, als die Ei⸗ häute mit dem Mutterkuchen in gehöriger Verbindung ſtehen, und der Blutlauf im Nabelſtrang in ungeſtörter Weiſe vor ſich geht. Wird der Fruchtkuchen(die Eihäute) bereits vor Be⸗ endigung der Geburt vom Mutterkuchen(der Gebärmutter) ab⸗ gelöſt oder der Nabelſtrang zuſammengepreßt oder vorzeitig ab⸗ geriſſen, ſo iſt die Zufuhr von ſauerſtoffreichem Blut nach dem Jungen verhindert, und es tritt bald Erſtickung ein. Hierzu geben vor allem verzögerte Geburten Anlaß.

Indeſſen kommt viel darauf an, in welcher Lage ſich das Junge befindet. Liegt es noch völlig oder doch faſt ganz in der Gebärmutter, und ſind die Wehen nicht ſo ſtark, ſo kann es bei verzögerten Geburten lange am Leben bleiben, da dann die Ver⸗ bindung zwiſchen Muttertier und Frucht meiſtens nicht ſo ſchnell aufgehoben wird.

Erheblich ungünſtiger geſtalten ſich jedoch die Verhältniſſe für das Junge, wenn es bereits weiter in den Geburtskanal eingedrungen iſt, und dann die Geburt ſtockt. Am vorteilhafteſten iſt die Kopfendlage. Es ſchadet dabei ſelbſt nicht, wenn die Naſenöffnungen ſchon außerhalb des Wurfes ſichtbar ſind, und dann noch das Junge etwas zurücktritt oder wegen erforder⸗ licher Lageberichtigung zurückgeſchoben werden muß. Die An⸗ nahme, ein Junges müſſe ſchleunigſt geboren werden, nachdem die Naſenſpitze zum Vorſchein gekommen ſei, da es dann Luft ſchöpfe,

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