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Ackerbau, einschließlich Gerätelehre / von Droysen und Gisevius
Entstehung
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F. Die Bewäſſerung. 225

Boden vollſtändig erfüllt. Dabei dringt es nach Anfüllung der oberſten Wieſenabteilung in den Saug⸗ und Sammeldrains bis zum Verſchluß, ſteigt(Fig. 171t) in dem Verſchlußkaſten in die Höhe und dringt zu den Schlitzöffnungen desſelben oben heraus, um in die zweite Rieſel⸗ rinne zu gelangen und ſo eine neue Abteilung zu wäſſern. Durch Offnen der Verſchlüſſe kann dann eine ſehr kräftige Entwäſſerung bewirkt werden. Der Vor⸗ teil der Peterſenſchen An⸗ lage beruht auf der Mög⸗ lichkeit vollſter Ausnutzung ea der im Waſſer gelöſten Fig. 170. Peterſenſche Bewäſſerungsanlage. Pflanzennährſtoffe und der

ſchwebenden Teilchen, auf der ſparſamen Waſſerbenutzung durch voll⸗ ſtändige Beſeitigung des Abfluſſes, ſowie auf der folgenden kräftigen Entwäſſerung und Durchlüftung. Ein weſentlicher Nachteil ſind die ſehr großen Koſten der Anlage. ¹)

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Fig. 171. Peterſenſcher Drainverſchluß. Fig. 172. Furchenbewäſſerung.

d) Bei der Bewäſſerung von Gemüſefeldern mit Kanalwaſſer wendet man auch die Furchenbewäſſerung(Fig. 172) an. Von dem Zuleitungs⸗

¹) Peterſen war Landwirt in Wittkiel bei Kappeln in Schleswig. Der Grundgedanke ſeiner Anlagen iſt übrigens in ſehr verſchiedener, oft an Spielerei grenzender Weiſe verwendet worden. Droyſen⸗Giſevius. Ackerbau. 6. Auflage. 15