E. Die Entwäſſerung. 219
Höhenſchichtlinien(Fig. 161 b). Bei jedem geneigten Gelände iſt das Ent⸗ wäſſerungsgebiet jeder einzelnen Drainfuge nämlich eine ovale Fläche(Fig. 162 a); wenn wir die Entwäſſerungsgebiete mehrerer aufeinander folgender Stoßfugen eines Saugers aneinander reihen, ſo erhalten wir bei Längsdrainage(Fig. 162 b) eine ſchmalere Wirkungsbreite des Saugers, als bei Querdrainage(Fig. 162 c). Bei ſtark quelligem Gelände legt man an der Grenze einen Sauger als Kopf⸗ drain wagerecht vor, um das zufließen⸗ de Grundwaſſer abzufangen. Auf die Sammler ſollen die Sauger in ſpitzem Winkel zuſtoßen(Fig. 161), und es ſoll zur Verhütung von Stö⸗ rungen im Abfluß auch ein Zuſammen⸗ treffen der Mündungen von zwei Seiten an derſelben Stelle vermieden werden Fig. 163(162). Verbindung der Sauger mit (Fig. 161 b). Die oberen und unteren den Sammlern. Enden der Sauger ſind durch paſſende kleine Feldſteine oder durch zugepaßte Dachſteinſtücke zu ſchließen.
Beſondere Vorrichtungen erfordern die Ausmündungen der Sammler in einen offenen Graben, da das Einkriechen von Tieren verhindert werden muß. Man vervpackt die Mündungen mit Steinen
M, G J
Fig. 164. Dichtung der Fugen, Drainſpaten, Schwanenhals, Legehaken und Draingraben.
oder Strauch, um das Waſſer dazwiſchen austreten zu laſſen. Auch verwendet man Klappen, die ſich bei Waſſerabfluß von ſelbſt nach oben öffnen, und die das Hinausſpülen von Sand und von Algen geſtatten.
3. Bei der Ausführung einer Drainage läßt man zuerſt die Gräben von unten nach oben ausheben, indem die Ackerkrume und der Untergrund auf verſchiedenen Grabenufern niedergelegt werden.


