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Ackerbau, einschließlich Gerätelehre / von Droysen und Gisevius
Entstehung
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218 VI. Meliorationen.

geſchieht in der Weiſe, daß ſie von denſelben oberhalb gekreuzt werden (Fig. 163).

Das Waſſer tritt in die Sauger nicht durch die Röhrenwandung, ſondern durch die Stoßfugen ein, daher die Röhren in der Regel ohne Fuchen⸗ dichtung(Muffen) zu verlegen ſind. Da die Sauger an Länge die Sammler

Fig. 161(160). Drainſyſtem bei a Längs⸗ und b Querdrainage.

um ein vielfaches übertreffen, ſo muß bei ihnen gerade an Röhrenweite geſpart werden; man gibt ihnen daher ein möglichſt ſtarkes Gefälle und ſpart lieber an dem Gefälle der Sammler. Früher legte man auch aus dem gleichen Grunde die Sauger längs dem ſtärkſten oderHauptgefälle der Fläche ſenkrecht zu den Höhenſchichtlinien(Fig. 161 a, Längsdrainage); neuerdings iſt man

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Fig. 162(161). Entwäſſerungsgebiete a einer, b und e mehrerer Drainfugen bei Längs⸗ und Querdrainage.

aber auf Grund praktiſcher Erfahrungen zu der Üüberzeugung gekommen, daß bei nicht ganz ebenem Gelände die Wirkungsbreite des Drains bei Anwendung der Querdrainage erheblich geſteigert und darum auf dieſem Wege an Saugern mehr geſpart wird, als bei Längsdrainage, weil die gegenſeitige Entfernung erheblich, d. h. um etwa größer gewählt werden kann. Man

legt daher die Sauger quer zum Hauptgefälle, d. h. diagonal zu den